Schewat/ Paraschat Beschalach
Schewat/ Paraschat Beschalach

 Der Monat Schewat

 Der Monat Schewat

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 Der Monat Schewat

(Aus Sefer Hatoda’a / Das Jüdische Jahr, bearbeitet und ergänzt von S. Weinmann)

 

 Der Monat Schewat (1. Teil)

Der Monat Schewat ist der elfte Monat des jüdischen Jahres gemäss der Zählung der Tora, die mit Nissan beginnt. Nach dem jüdischen Kalender, der mit dem Monat Tischri beginnt, ist er der fünfte Monat.
Im Tenach (Tora, Propheten und Schriften) wird Schewat jedoch stets als elfter Monat bezeichnet:

„Und es war im vierzigsten Jahr, im elften Monat …“(Dewarim 1,3)

„Am vierundzwanzigsten Tag des elften Monats, dies ist der Monat Schewat …“(Secharja 1,7)

Schewat ist immer ein voller Monat mit dreissig Tagen. Sein dreissigster Tag ist zugleich der erste Tag von Rosch Chodesch Adar. Der vorangehende Monat Tewet ist immer unvollständig und hat 29 Tage; daher hat Schewat immer nur einen Tag Rosch Chodesch.

Das Sternzeichen dieses Monats ist der Eimer (Wassermann). Über ihn heisst es:

„Aus seinen Eimern rinnt Wasser, an reichen Wassern seine Saat …“ (Bamidbar 23,7)

In diesem Monat ist der größte Teil der Winterregen bereits gefallen. Brunnen und Wassergruben sind gefüllt; das Wasser muss nicht mehr aus der Tiefe geschöpft werden, sondern kann von der Oberfläche genommen werden. Deshalb trieft der Eimer nach dem Schöpfen.

Das Buch Dewarim, auch Mischne Tora (Wiederholung der Tora) genannt, beginnt mit:

„Und es war im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am ersten dieses Monats, verkündete Mosche dem Volke Israel, alles, was ihm der Ewige für sie angeordnet hatte …“(Dewarim 1,3)

„Jenseits des Jordan, im Lande Moaw, fing Mosche an, diese Gesetze zu erläutern …“ (Dewarim 1,5)

Mosche ermahnte das Volk, weil es während der vierzig Jahre in der Wüste wiederholt gegen G’tt widerspenstig gewesen war. Er wiederholte die Mizwot, die sie bereits am Berge Sinai und im Mischkan gehört hatten, erläuterte zusätzliche Mizwot, verkündete Segen und Flüche für das Verhalten im Land und bereitete das Volk auf den Einzug und die Eroberung des Landes vor. Vor seinem Tod segnete er alle Stämme Israels.

Siebenunddreissig Tage lang sprach Mosche zu ganz Israel – vom 1. Schewat bis zum 7. Adar. Zu seinen ersten Worten gehörte:

„Lange genug habt ihr an diesem Berg (Sinai) verweilt. Wendet euch und zieht weiter, bis ihr zum Gebirge der Emoriten kommt und zu all ihren Nachbarn … bis zum grossen Strom, dem Euphratstrom.“ (Dewarim 1,6–7)

Seine Schlussworte lauten: „Wohl dir, Israel! Wer gleicht dir? Du Volk, dem Hilfe ward vom Ewigen…“ (Dewarim 33,29)

Die Weisen späterer Generationen sagten daher, man könne den ersten Schewat mit dem Tag des Empfangs der Tora vergleichen. So wie der 6. Siwan, Tag der Gesetzgebung, stets geeignet ist, die Tora neu zu empfangen, so ist auch der 1. Schewat eine Zeit besonderer Offenheit des Herzens für die Lehren der Tora, da mit der Wiederholung der Tora am ersten Schewat begonnen wurde.


Die gesamte Periode vom 1. Schewat bis zum 7. Adar wird dadurch zu einer Zeit des Aufschwungs und der Erneuerung für das Tora-Lernen und die Erfüllung der Mizwot.

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Die Bearbeitung dieses Beitrages erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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