Tischrej
/Paraschat Bereschit

Raw Frand zu Paraschat Ha’asinu 5780 – Beitrag 1

"Ani, Ani Hu" – "Ich, Ich bin es (Er)" – auch "Hu" ist "Ani"!

 Der Passuk sagt "Seht jetzt, dass Ich, Ich ("Ani, Ani") bin der Eine ("Hu"), es gibt keine Gottheit neben mir; Ich töte und belebe wieder, Ich schlage und heile, und niemand kann sich aus Meiner Hand erretten." [32:39]

Die Kommentatoren wundern sich über das doppelte "Ani". Weshalb steht es nicht lediglich einmal?

Der Kli Jakar erklärt, dass der Passuk denjenigen widersprechen will, die glauben, dass es zwei Mächte auf der Welt gibt: Die Macht, die uns Gutes gibt und die Macht, die uns Schlechtes gibt. Der Passuk lehrt uns, der gleiche G’tt, der tötet, ist auch der G’tt, der wieder auferstehen lässt. Der gleiche G’tt, der krank macht, ist der G’tt der heilt. Ani Ani Hu (Ich, Ich bin der Eine). Es gibt keine zwei herrschenden Mächte.

Rav Gedaliah Schorr sz’l sagt, dass die Kabalisten zwei Wege beschreiben, wie Haschem die Welt regiert – den offenen Weg (Gilui) und den verborgenen Weg (Hester). Auf den offenen Weg wird mit dem “Ani” hingewiesen – wir sehen klar, dass es "Ich – G’tt" ist, der sich mit uns befasst. Doch der verborgene Weg wird mit "Hu" (Er) angedeutet – in der dritten Person, als ob es nicht G’tt wäre, der handelt, sondern eine andere Macht, als ob es "Er" wäre, nicht "Ich".

Aufgrund dieser Definition sagt Raw Schorr eine wunderschöne Erklärung auf diesen Passuk: Die Bedeutung von "Ani, Ani, Hu" ist, dass die Eigenschaft, die sich mit dir als "Ani" befasst, identisch ist mit der Eigenschaft, die sich mit dir als "Hu" ("Ani-Hu" - "Hu" ist auch "Ani") befasst. Wenn Haschem die Welt in einer rätselhaften Art führt und wir Seine Wege nicht verstehen können, müssen wir trotzdem glauben, dass es die gleiche Macht ist; der gleiche Ribbono Schel Olam (Herr der Welt), dessen Vorhandensein uns klar ersichtlich ist.

In dieser Jahreszeit bekennen wir unsere Sünden u.a. mit dem Geständnis für die "Sünden, die wir gegen Dich verübt haben mit 'Timhon Lewaw'". Die Bedeutung von 'Timhon Lewaw' ist, dass wir 'Temihot' (Fragen) haben, weil wir den Ribbono Schel Olam nicht in der ersten Person sehen (Ani-Ich), sondern in der verborgenen dritten Person (Hu-Er); wir haben versagt, mit vollkommenem Glauben zu glauben, dass die verborgenen und die offenen Erscheinungsformen alle von dem einen und gleichen Ribbono Schel Olam sind.

Gut Schabbes und eine G’mar Chatima Tova!

Quellen und Persönlichkeiten

Rabbi Gedalyahu Schorr (1910 - 1979), war ein prominenter Rabbiner, brillanter Redner und Rosch Jeschiwa der Jeschiwa Tora Vodaas, Brooklyn, N.Y.

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Die Bearbeitung dieses Wochenblatts erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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