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Raw Frand zu Parschat Nasso 5768

Weshalb werden Kinder Erlöser genannt?

Parschat Nasso beinhaltet eine Mizwa, die Chasal "Gesel haGer" nennen. Wenn man jemanden bestohlen hat und das Diebesgut später zurückerstatten will, der Bestohlene jedoch in der Zwischenzeit verstorben ist, kann man es den Erben zurückgeben. Hat man jedoch einen Ger, einen Konvertiten, bestohlen, der vor seinem Tode keine Familie mehr gründen konnte, wird die Rückerstattung zum Problem. Die Torah lehrt: "Sprich zu den Kindern von Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau eine der Vergehungen der Menschen übt, indem sie gegen Haschem untreu sind und sich diese Person mit Schuld beladen hat. Und er muss die begangene Sünde gestehen; er muss den Kapitalwert seiner Verschuldung zurückerstatten und einen Fünftel hinzufügen, und dem geben, dem er sich verschuldet hat. Wenn der Mann aber keinen Erlöser hat, dem er die Schuld zurückerstatten kann, dann gehört die zurückerstattete Schuld Haschem, dem Priester..." [Bamidbar 5:5-8].

Der Talmud [Baba Kama 109a] erklärt, dass diese Textstelle, wenn das verstorbene Opfer "keinen Erlöser hat, dem man die Schuld zurückgeben kann", sich auf den oben erwähnten Fall bezieht, dass ein zum Judentum Übergetretener keine rechtmässigen Verwandten hat, die an seiner Stelle das Diebesgut zurücknehmen könnten. Dies ist der einzige Jehudi, der absolut keinen Erben haben kann.

Es scheint aber sonderbar, dass dieser Pasuk über die Erben als Erlöser spricht (Go’el). In diesem Zusammenhang scheint dies keinen Sinn zu machen.

Es ist nicht selten im Tanach, dass man Verwandte als "Go’el" bezeichnet – wie im Buche Ruth. Als das Feld von Elimelech verkauft werden sollte, ging Boas zum Verwandten, den die Megilla als "Go’el" bezeichnet. In diesem Fall wurde der Verwandte "Go’el" genannt, weil er die Möglichkeit hatte, das Feld auszulösen, damit es im Besitz der Familie bleiben sollte.

Der gleiche Ausdruck wird im Sefer Wajikra [25:25] benutzt, in Bezug auf Sedej Achusa (eines Feldes, das in Familienbesitz ist). Wenn jemand ein Feld verkauft, das ein Teil des Familienerbes ist, dann geben wir der Familie – dem Go’el - die Gelegenheit es auszulösen. In einem solchen Fall macht der Ausdruck Go’el Sinn. Das Feld hat den Besitz der Familie verlassen und er “löst es aus” um es wieder der Familie zurückzugeben.

Doch weshalb – fragt der Schemen haTow – werden Verwandte im Falle von "Gesel haGer" in Parschat Nasso als "Go’el" bezeichnet? Sie lösen nichts aus. Wir sprechen hier nicht über ein Stück Land, das in Gefahr ist, den Familienbesitz zu verlassen. Weshalb schreibt der Pasuk nicht einfach "wenn ein Mensch keine Erben (Jorschim) hat "! Weshalb werden die Erben hier "Go’el" genannt?

Die Antwort ist, dass oft ein Kind der Erlöser (Go’el) seiner Eltern sein kann. Der Ursprung des Brauches für Eltern Kaddisch zu sagen, steckt in einer Geschichte des Midrasch über Rabbi Akiba. Er traf den Sohn eines Mannes, der im Gehinom (Hölle) litt. Rabbi Akiba lehrte diesen Sohn, wie Kaddisch zu sagen. Durch den Kiddusch Haschem (Heiligung von Haschems Namen), den der Sohn durch das Kaddisch-Sagen erreichte, gelang es ihm, den Vater aus dem Gehinom zu befreien und ins Gan Eden (Paradies) zu bringen.

Gibt es einen grösseren "Go’el" als dies? Gibt es einen grösseren Erlöser auf dieser Erde, als ein Kind, das seine Eltern von schrecklichen Leiden erlöst? Deshalb werden sogar reguläre Erben Erlöser genannt.

Oft lebt ein Mensch ein Leben, das in geistiger Hinsicht nicht das beste Leben war, und hat dann ein Kind, das ein riesiger geistiger Gewinn ist. Die Tatsache, dass er dafür verantwortlich ist, ein solches Kind auf die Welt gebracht zu haben, wird ein ewiger Verdienst für die Eltern sein. Das Kind kann die sicherste Investition und die grösste Versicherungspolice sein, die die Eltern in diesem Leben gemacht haben. Deshalb werden Kinder als "Go’el" bezeichnet. Manchmal können Kinder gewaltige Erlöser sein.



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