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Raw Frand zu Parschat Emor 5765 (Beitrag 1)

Wieso darf der Hohepriester keine Witwe heiraten?

In der dieswöchigen Parscha vernehmen wir, dass ein Kohen (Priester) keine Geschiedene heiraten darf und der Kohen Gadol (Hohepriester) darf nicht einmal eine Witwe heiraten. Der Da’at Sekejnim miBa’ale Tosfot gibt eine erstaunliche Erklärung zum Gesetz, dass der Kohen Gadol keine Witwe heiraten darf. Diese unterstreicht wie argwöhnisch die Torah ist, wenn es um die menschliche Natur und die niederen Instinkte des Menschen geht.

An Jom Kipur spricht der Kohen Gadol, wenn er im Kodesch HaKadoschim (dem Allerheiligsten) steht, den (normalerweise) unaussprechlichen Namen G’ttes aus. Falls der Kohen Gadol bei einem der zehn Male, an dem er den expliziten Namen G’ttes an Jom Kipur ausspricht, einen bestimmten Menschen, den er nicht mag, im Sinn hat, so wird dieser im kommenden Jahr sterben.

Der Da’at Sekejnim meint folgendes: Der Kohen Gadol könnte in diesem geistig aussergewöhnlichen Moment als Abgesandter der ganzen jüdischen Nation, bei der Nennung des G’ttlichen Namens den Gedanken hegen, eine bestimmte, bereits verheiratete Frau zu heiraten. Im Unterbewusstsein wünscht er sich, dass ihr jetziger Ehemann sterben möge, damit er sie ehelichen kann.

Um diese Möglichkeit auszuschliessen, verlangt die Torah, dass er nur eine noch nie verheiratete und keine Witwe heirate, damit er nie auf solche schlechten Gedanken kommen möge.

Diese Aussage erstaunt. Die Botschaft lautet: Leider kann ein Mensch so verdorben sein, dass er im heiligsten Augenblick des Jahres, am heiligsten Ort der Welt, wenn der Kohen Gadol die Verantwortung trägt, alle Gebete Israels seiner Bestimmung zu übergeben, dass er möglicherweise in einem solchen Moment heimtückisch den G’ttlichen Namen missbrauchen könnte.

Der Da’at Sekejnim unterstreicht dies noch, indem er eine Stelle aus dem Talmud Jeruschalmi zitiert. Der Talmud Jeruschalmi sagt, dass der Kohen Gadol den ausdrücklichen G’ttlichen Namen ursprünglich zehn Mal während dem Jom Kipur-G’ttesdienst aussprach. Normalerweise wurde dieser kraftvolle Name nicht ausgesprochen und die meisten Menschen wussten nicht einmal, wie man ihn korrekt betonte.

Dieses Vorgehen wurde jedoch abgeschafft, weil es Menschen gab, die lauschten, wie der Kohen Gadol den ausdrücklichen Namen G’ttes an Jom Kipur aussprach und die korrekte Betonung dieses Namens niederschrieben. Auf diese Weise stand er ihnen während dem Jahr zur Verfügung, wenn sie jemanden verfluchen wollten. Das hörbare Aussprechen des Ausdrücklichen Namens wurde gestoppt, damit die Menschen ihn nicht als Waffe missbrauchten.

Unglaublich, aber wahr.


Quellen und Persönlichkeiten:
Ba’ale Tosfot („Tossafisten“): Talmuderklärer des 12. und 13. Jahrhunderts.



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