Tischrej
/Chol HaMoed Sukkot

Raw Frand zu Parschat Mezora 5771

Der Mezora benötigt doppelte Sühne

Am Ende seiner unreinen Periode muss der Mezora (geistiger Aussätziger/Lepra-Kranke), sowohl ein Korban Ascham (Schuldopfer) wie auch ein Korban Chatat (Sündopfer) bringen. Beide diese Opfer erreichen Sühne. Weshalb sind beide diese Opfer notwendig, um seine Sühne zu erlangen? Normalerweise genügt entweder ein Ascham oder ein Chatat.

Der Ramban findet die Forderung von sowohl einem Ascham wie auch einem Chatat bemerkenswert. Der Ramban schlägt vor, dass die zwei Opfer für zwei verschiedene Aspekte der Sünde sühnen. Das Ascham sühnt für die ursprüngliche Sünde welche der Mezora getan hat und die ihm die himmlische Strafe von Lepra eingebracht hat. Das Chatat jedoch sühnt für Awerot, die er getan hat, als er schon ein Mezora war. Vielleicht hat er in seiner Qual, Haschem verleugnet oder über seine Strafe reklamiert. Auch dies benötigt eine Sühne.

Vielleicht können wir den Vorschlag des Rambans besser verstehen, wenn wir realisieren, dass Zara‘at (Aussatz) eine schreckliche Krankheit war. Es war eine geistige Krankheit, die sich in körperlichen Symptomen ausdrückte, doch die körperlichen Symptome waren schrecklich. Und es war nicht nur körperlich schrecklich, sondern auch sozial unerträglich. Es verlangte, dass der Mensch "aus dem Lager verbannt wurde.“ Normalerweise gehen wir einen Kranken besuchen, das ist die Mizwa von Bikur Cholim. Im Fall eines Mezora – im Gegensatz – dürfen wir ihn nicht besuchen gehen. Er wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen! "Er muss alleine wohnen, ausserhalb des Lagers” [Wajikra 13:46].

Während dieser sehr schmerzlichen, einsamen Leidenszeit ist der Mensch wahrscheinlich versucht, irgendwelche lästerliche Gedanken zu äussern: "Haschem, weshalb tust Du mir dies an?" Es ist fast unvermeidlich. Deshalb schlägt der Ramban vor, dass das Chatat des Mezora für die blasphemischen Gedanken sühnt, die er vielleicht gegen Haschem geäussert hat während seiner erzwungenen Absonderung.

Das Leben verläuft nicht immer ruhig. Es gibt viele Situationen worin das Leben sehr schwierig und schmerzhaft sein kann. Manchmal wundert man sich "Weshalb ich? Weshalb geschieht dies mir? Ich verdiene dies nicht! Haschem ist nicht fair." Wir müssen versuchen solche Gedanken zu verdrängen. Es ist schwierig. Es ist sehr schwierig, doch wir müssen diese Gedanken wortwörtlich zerstören. Wir müssen Gläubige sein, die Nachkommen von Gläubigen. Was immer Haschem uns oder dem jüdischen Volk tut, tut Er nicht, weil Er uns hasst, sondern weil Er uns liebt.

Die klassischen Kommentatoren erklären, dass Haschem uns einen Gefallen tut mit den Gesetzen von Mezora und Zara‘at. Wir tun etwas falsch und Haschem schickt uns Botschaften, dass wir uns verbessern sollen. Zuerst beginnt der Zara’at mit unseren Häusern, dann kommt es ein wenig näher und befällt unsere Kleidung. Wenn wir es danach immer noch nicht kapiert haben, dann kommt es auf den Körper des Menschen. Es ist jedoch keine Strafe, sondern eine Botschaft.

Wann immer auch ein Mensch solche Probleme durchqueren muss, so muss er denken: Haschem will, dass ich mich bessere!



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