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/Paraschat BeHar

Raw Frand zu Parschat Wajikra 5772

Die Stimme G`ttes hören

Wajikra beginnt mit den Worten, “ER rief Mosche zu und Haschem [G’’tt] redete zu ihm aus dem Stiftszelt und sprach” [Wajikra 1:1]:

Raschi kommentiert zur Stelle, dass die Worte nur innerhalb des Stiftszeltes blieben und draussen nicht zu vernehmen waren. (Falls nämlich der einzige Grund für diesen Passuk [Vers] wäre, uns zu erklären, woher die Stimme Haschems herkam, hätte der Passuk anders lauten müssen. Etwa so: „ER rief Mosche zu aus dem Stiftzelt, und Haschem redete...“)

Raschi erklärt weiter, man könnte meinen, die Stimme sei sehr leise und deshalb ausserhalb des Stiftszeltes nicht hörbar gewesen; um uns eines Besseren zu belehren, stehen in Parschat Nasso die Worte „…Wajischma ET haKol“ – er hörte DIE Stimme“ [Bamidbar 7:89]. Diese Stimme wird in Tehillim (den Psalmen) ausdrücklich wie folgt beschrieben: „Die Stimme von Haschem geht mit Macht; die Stimme von Haschem ist majestätisch. Die Stimme von Haschem bricht die Zedern…“ [29:4-5]. Wieso hörte man eine derart mächtige Stimme nicht ausserhalb des Stiftzeltes? (Wie in dem Satz „aus dem Stiftzelt“ angedeutet.) Die Antwort darauf ist, dass die Stimme nicht nach aussen drang.

Wenn jemand hinter einer Kulisse der Unterhaltung zwischen G’tt und Mosche zugehört hätte, so hätte er gar nichts vernommen. Wie kann man dennoch erklären, dass diese Stimme so mächtig gewesen ist und trotzdem ausserhalb des Stiftszeltes nicht zu hören war? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Eine Möglichkeit wäre, dass es sich bei dieser Erscheinung um ein Wunder handelte. (Dies würde die Frage nach dem Grund für dieses Wunder aufwerfen.)

Eine andere Möglichkeit (welche das Sefer [Buch] Darchej Mussar vorschlägt) wäre, dass es kein Wunder war. Die Stimme war in Wirklichkeit laut genug um wahrgenommen zu werden. Die Menschen waren aber nicht imstande, diese Stimme zu vernehmen.

Eine Hundepfeife ist so eingestellt, dass ihre Frequenz nur von Hunden gehört werden kann, nicht jedoch von einem Menschen. Die Stimme von Haschem, (lehawdil) war ein Ton, welcher nur von jemandem empfangen werden konnte, der die geistige Grösse eines Mosche hatte. Die Stimme war da und hörbar. Jeder konnte diese hören, unter der Vorraussetzung, dass er die gleiche Wellenlänge hatte. Manchmal gibt es Töne und Stimmen, die zwar da sind, aber von uns nicht wahrgenommen werden.

Rabbi Jehoschua ben Levi lehrt: "Tag für Tag geht der Hall einer Stimme (Bat Kol) aus vom Berge Chorew (Sinai) und ruft hinaus und sagt: “Weh den Geschöpfen, ob der Kränkung der Tora!“ Denn jeder, welcher sich nicht unablässig mit der Tora beschäftigt heisst „Geächtet“ [Pirkej Awot 6:2]. Haben wir je diesen Bat Kol gehört? Nein. Heisst dies, dass Rabbi Jehoschua ben Levi unrecht hatte? Die Antwort ist, dass er eine Stimme gehört hatte, welche wir nicht wahrnehmen, weil nur er auf diese Stimme eingestellt war. Wir sind ganz einfach nicht auf der richtigen „Frequenz“. Es gibt viele Stimmen, welche vom Himmel herabtönen, aber leider sind wir oft nicht bereit, sie zu empfangen.



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