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Raw Frand zu Parschat Pekudei 5766

Niemand ist völlig vor Neid gefeit

Haschem befahl Mosche, die Söhne von Aron zu salben, „so wie er ihren Vater gesalbt hatte“ [Schemot 40:15]. Der Meschech Chochma gibt eine Erklärung zum Ausdruck „so wie er ihren Vater gesalbt hatte“.

Der Meschech Chochma (Rav Me’ir Simcha von Dvinsk) sagt, dass Mosche gar kein Problem damit hatte, Aron zum Kohen Gadol (Hohepriester) zu salben. Tatsächlich fühlte sich Mosche schlecht, dass er, der jüngere Bruder, die Führerrolle in Israel beansprucht hatte, obwohl sie eigentlich von Rechts wegen dem älteren Bruder, Aron, zustand. Als G’tt ihm nun befahl, Aron für die einzigartige Stellung des Kohen Gadol zu salben, verschaffte dies Mosche deshalb Trost und Erleichterung.

Der Meschech Chochma führt jedoch aus, dass Mosche mit der Salbung seiner Neffen, der Söhne von Aron, zu Kohanim (Priester) zögerte. Der Leitgedanke für diese Salbung war, dass Aron’s Söhne ihrem Vater in diese ewigliche jüdische Führerrolle, welche im Priestertum ruht, nachfolgen würden. Vielleicht, so sagt Rav Meir Simcha, verspürte Mosche Rabbejnu in diesem Augenblick ein bisschen Eifersucht. Mosche Rabbejnu hatte keine Zusage, dass seine eigenen Söhne später seinen Platz einnehmen würden und wirklich: Sie übernahmen seine Stellung nicht.

Deswegen musste G’tt Mosche ausdrücklich sagen “salbe sie SO WIE DU IHREN VATER GESALBT HAST“. Genau gleich wie du Aron mit Warmherzigkeit und Wohlwollen gesalbt hast, so schiebe jede Regung von Eifersucht beiseite und salbe seine Söhne gleichermassen.

Ich erachte Rav Me’ir Simcha’s Lehre als sehr aufschlussreich. Sicherlich können wir unsere eigenen albernen Gefühle nicht auf Mosche Rabbejnu übertragen. Wir können jedoch aus diesem Gedanken schliessen, dass sogar der grosse Mosche Rabbejnu von Gefühlen der Eifersucht herausgefordert werden konnte. Eifersucht ist eine so grundlegende menschliche Eigenschaft, dass sogar Mosche Rabbejnu erinnert werden musste: „Mosche, sei nicht eifersüchtig und lasse dich nicht von Neid überwältigen.“

Eifersucht ist eine zerstörerische Charaktereigenschaft. Sie hat schon viele Menschenleben gefordert. Die Mischna lehrt nämlich: „Sie vertreibt den Menschen aus dieser Welt.“ [Avot 4:28]. Eifersucht kann den Menschen wahnsinnig machen und ihn zu den lächerlichsten, bösartigsten und niederträchtigsten Taten verleiten.

Der Midrasch Schmuel zu Avot sagt, dass der Satan zu zwei Menschen kam. Einer war ein schrecklich eifersüchtiger Mensch, welcher es nicht leiden konnte, wenn jemand anders etwas besass, das er nicht sein eigen nannte. Er war auf alles und auf jedermann eifersüchtig. Der zweite war ein Gierschlund und ein Vielfrass, mit einem unersättlichen Appetit auf mehr und immer mehr. Er ass alles, was ihm unter die Finger kam.

Satan kam zu diesen beiden und schlug ihnen Folgendes vor: Einer von ihnen durfte auswählen, was auch immer ihn auf dieser Welt gelüstete. Der andere hatte dann jedoch Anrecht auf die doppelte Menge der Sache, welche die erste Person ausgewählt hatte. Dies stellte für diese Menschen wahrlich ein Dilemma dar. Der Neidische realisierte, dass er niemals mit dem Bewusstsein leben konnte, dass sein Kumpel doppelt soviel erhielt wie er selbst. Dem Unersättlichen war klar, dass er niemals satt werden würde, wenn der Andere doppelt soviel bekäme wie er selbst.

Der Eifersüchtige erhielt die erste Wahl. Er wünschte, dass ihm ein Auge ausgestochen werde.

Der Midrasch lehrt, dass ein Mensch wegen seiner Eifersucht so verzehrt und verzerrt werden kann, dass er sich ein Auge ausstechen lässt, nur damit der andere beide Augen verliere. So erklärt der Midrasch die Feststellung in Avot, dass Eifersucht, Begierde und Ehrsucht einen Menschen aus dieser Welt treiben.


Quellen und Persönlichkeiten:
Reb Me’ir Simcha HaKohen (1843 – 1926): Autor der Werke „Or Sameach“ zur Halacha und „Meschech Chochma“ über die Torah. Brillanter Denker und Rabbiner in Dvinsk, Russland.



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