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Paraschat Wajischlach

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Raw Frand zu Parschat Wajakhel 5764

Ein guter Name ist besser als feines Öl

Es gibt einen interessanten Midrasch zum Vers: „Schau, G’tt hat mit Namen Bezalel, Sohn Uri‘s, Sohn Chur‘s vom Stamme Jehuda berufen“ [Schemot 35:30]. Der Midrasch verbindet ihn mit einem Vers in Kohelet (Prediger): „Ein guter Name ist besser als feines Öl“ [Kohelet 7:1]. Der Midrasch erklärt, dass der Geruch von gutem Öl höchstens bis zu einer Entfernung von zwei bis drei Kilometern wahrzunehmen ist, auch wenn der Geruch ein kräftiges Aroma hat. Ein guter Name kann einer Person jedoch über Kontinente hinweg vorauseilen.

Dann fährt der Midrasch fort und frägt, wie sehr eine Person sich vom Kontakt mit Schatnes (der verbotenen Mischung von Wolle und Leinen) und hüten soll. Der Midrasch antwortet darauf, dass ein Mensch 99 schatnesfreie Lagen Kleider tragen kann und trotzdem auch als 100-ste Lage keine schatneshaltige Kleidung anziehen darf.

Wo ist der Zusammenhang zwischen dem Gebot, sich von Schatnes fernzuhalten und dem Vers: „Ein guter Name ist besser als feines Öl?“

Rav Nissan Alpert erklärt (in seinem Sefer Limudej Nissan) diesen Midrasch folgendermassen:

Wenn die Torah von Bezalel spricht bedient sie sich jedesmal des folgenden besonderen Ausdrucks: „Schau, Ich habe ihn beim Namen gerufen ...“. Warum kündigt die Torah Bezalel so an? Der Midrasch begründet die Wahl von Bezalel zum Hauptarchitekten des Mischkan (Stiftzelt) nicht damit, dass er ein aussergewöhnliches architektonisches Talent oder besondere künstlerische Fähigkeiten besass. Die Einzigartigkeit Bezalels war darin zu finden, dass er – mit gutem Grund – einen „guten Namen“ hatte. Der Midrasch hebt darauf hervor, wie wundervoll es doch ist, einen guten Namen zu haben (schem tov). Als G’tt jemanden suchte, der seinen Wohnsitz auf Erden (das Mischkan – das Stiftzelt) erstellen sollte, akzeptierte Er nur jemanden, der einen makellosen Ruf hatte und nichts weniger.

Wie kommt man zu einem tadellosen Ruf? Der Midrasch antwortet darauf mit dem Hinweis auf das Konzept von Schatnes. Der Midrasch lehrt uns, dass ein Mensch sich keinen guten Namen erwirbt, indem er sich einzig von Bösem oder Sündhaftem fernhält, sondern indem er sich vor der geringsten Unreinheit schützt. Es genügt nicht, sich lediglich „an den Buchstaben des Gesetzes zu halten“. Ein Mensch muss sich vollständig von allem fernhalten, das die geringste Spur einer von Sünde besitzt.

Schatnes ist ein merkwürdiges Verbot. Die beiden betroffenen Stoffe (Wolle und Leinen) sind völlig erlaubt, wenn man sie separat trägt. Nur eine Verflechtung von beiden ist verboten. Die Torah lehrt uns, dass ein Mensch sich einen guten Namen macht, wenn er sich von Schatnes fernhält. Schatnes zu meiden bedeutet, sich fernzuhalten von allem, dass die leiseste Beimischung von etwas Unreinem hat.

Diejenigen Leute, die sich in unserer Gesellschaft einen guten Namen geschaffen haben, stehen über jedem Zweifel. Sie haben sich von jeglicher Spur eines Skandals oder einer Unsauberkeit ferngehalten. Gutes Ansehen kann man sich nicht erwerben, indem man einen Dreh sucht oder die Regeln des Gesetzes nach Gutdünken zurechtbiegt.

Wir alle wissen, dass ein Händedruck bei manchen Menschen mehr bedeutet als ein unterschriebener Vertrag bei anderen. Der Grund dafür ist, dass die erste Gruppe sich von „verbotenen Verflechtungen“ fernhält. Sie meidet den kleinsten Anschein von „unkoscherem“ Geschäftsgebahren. Auf die lange Sicht zahlt sich das aus. Wenn G’tt ein Mischkan baut, möchte er dabei keine Leute beschäftigen, über die man etwas munkelt. Er wählt einen Bezalel – einen Menschen, der über alle Zweifel erhaben ist, jemanden mit einem guten Namen, der weit wertvoller ist als feines Öl.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Nissan Alpert [Limudej Nissan] (gest. 1986): Schüler und Nachbar von Rav Mosche Feinstein; gestorben kurz nach Raw Mosche. Autor des Bibelkommentars Limudej Nissan. Rav der Agudah Long Island in Far Rockaway und Lehrer an der Jeschiwah "Rabbenu Jitzchak Elchanan"; New York City .



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