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Raw Frand zu Parschat Ki Tissa 5769

Sie irrten schnell vom Weg ab

In der dieswöchigen Parscha wird berichtet, dass das Volk ungeduldig wurde, während

Mosche auf dem Berg Sinai war, um die Luchot (Gesetzestafeln) zu empfangen. Aharon schuf für sie das Goldene Kalb und sie begannen ihm zu dienen. Haschem sagte zu Mosche: "Geh, steige hinunter – denn dein Volk, das du von Ägypten hinaufgebracht hast, ist verdorben. Sie sind SCHNELL abgewichen vom Weg, den Ich ihnen befohlen habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht, sich davor niedergeworfen und ihm geopfert und sie haben gesagt 'Dies ist dein Gott, oh Israel, der dich vom Lande Ägypten heraufgebracht hat.'" [Schemot 32:7-8].

Raw Jerucham Levovitz, der Mirer Maschgiach, sagte auf die Worte "Sie sind SCHNELL abgeirrt von dem Weg, den Ich ihnen befohlen habe". Weshalb ist es wichtig zu wissen, fragt er, dass sie schnell abgewichen sind? Wären sie weniger schuldig, wenn sie langsam abgeirrt wären?

Raw Jerucham Levovitz erklärte, wären sie langsam vom Weg abgewichen, so wären sie nicht unschuldig, doch es wäre wenigstens verständlich gewesen. Nachdem sie am Fuss des Berg Sinai gestanden waren und Haschem direkt zu ihnen gesprochen hatte – das einzige Volk der Geschichte, welches als Gruppe ein solches Erlebnis hatte – da wäre es vielleicht verständlich gewesen, wenn die Erinnerung nach zwei oder drei Jahre verblasst wäre. Dies ist die Natur von Menschen. Wir vergessen. Sogar wichtige Ereignisse in unseren Leben werden nach einiger Zeit trüb.

Was hier geschah war jedoch eine andere Geschichte. Am sechsten Siwan hörten sie:"Ich bin Haschem, dein G‘tt". Die Ereignisse mit dem Goldenen Kalb geschahen am siebzehnten Tamus – keine sechs Wochen später! Wenn man imstande ist, innert vierzig Tagen vom Erlebnis beim Berg Sinai bis zum Schaffen des Goldenen Kalbes zu gehen, stellt dieser zeitliche Spielraum die Aufrichtigkeit ihrer Akzeptanz der Torah sowie ihre Aussage von "Wir werden tun und hören" in Frage.

Es macht mich immer ein wenig depressiv, wenn ich sehe, wie schnell es geht – bei mir und bei anderen – bis ein Jom Kippur "abgetragen wird". Wir können am Jom Kippur eine sehr hohe geistige Stufe erreichen. Wir verbringen den ganzen Tag in Schul (Synagoge) und erreichen eine hohe Stufe, die wir das ganze Jahr nicht erreicht haben. Wie lange hält dies vor?

Chasal zitieren den Pasuk (Vers), der in Verbindung mit den vier Arten am Sukkot steht: "Und du sollst dir nehmen am ersten Tag..." [Wajikra 23:40]. Chasal sagen, es heisst der "erste Tag" weil Sukkot der erste Tag ist, an welchem die Wirkung von Jom Kippur nachlässt und man vielleicht wieder sündigen wird. (Einige Menschen wollen leider "nichts verpassen" und finden, es sei schade, bis Sukkot mit sündigen zu warten...) Ich erinnere mich an meine Jugend – und es existieren noch genug solche Orte heutzutage – wenn der Rabbi nach Ne’ila aufstehen und die Leute bitten musste, am Ende von Jom Kippur Ma'ariw zu beten und nicht hinaus zu laufen, sobald das Schofar verklungen war! Auch wenn wir annehmen, dies seien wohl "3-Tage Juden" gewesen, doch auch sie hätten sich anders verhalten sollen.

In der Schemone Esre von Maariw nach Jom Kippur sagen wir, "Selach lanu, mechal lanu..." (vergib uns) wie wir es in der Amidah an jedem Wochentag sagen. Eigentlich ist dies verwunderlich – welche Sünde sollen wir begangen haben, seit Jom Kippur zu Ende war und uns verziehen wurde? Weshalb müssen wir nochmals um Vergebung bitten?

Wenn wir "schnell abirren" vom Weg der Gebote, der uns gegeben wurde, was bedeutet dies betreffend der Auswirkung des "geistig erhabenen Erlebnisses" das wir gerade eben erlebt haben? Dies ist die Betonung des Wortes "schnell" im oben zitierten Pasuk. Es ist erst der siebzehnte Tamus. Es ist noch nicht einmal ein Jahr! Es ist nicht einmal ein Vierteljahr! Es ist nur ein guter Monat her!

Dies war eine schreckliche Anklage gegen den Klal Jisrael und es ist eine Anklage gegen uns, wenn wir nach einem Jom Kippur oder einem anderen geistig bewegendem Erlebnis am nächsten Tag unbeeindruckt wieder zum Alltag übergehen.



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