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Raw Frand zu Parschat Tezawe 5766 (Beitrag 1)

Das Priestergewand: Zum Dienst oder zur Pracht?


Rav Elja Me’ir Bloch macht zu den Priestergewändern (in seinem Sefer Peninej Da’at) die folgende hochinteressante Beobachtung. Der Pasuk (Vers) lautet: „Und du sollst für deinen Bruder heilige Gewänder machen, zur Ehre und zur Pracht“ („leChawod ulTiferet“).“ [Schemot 28:2] Gleicherweise lautet ein anderer Pasuk einige Verse später: „Und für die Söhne Arons sollst du Röcke anfertigen und sollst für sie Gürtel anfertigen, und Mützen sollst du für sie anfertigen, zur Ehre und zur Pracht.“ [Schemot 28:40]

Die besonderen Kleider, welche die Kohanim (Priester) trugen, waren wunderschön. Sie glichen königlichen Gewändern. Sie hatten nicht nur einen funktionellen Zweck. Es ging darum, Ehre und Pracht zu verleihen.

Rav Elja Me’ir Bloch weist auf einen scheinbaren Widerspruch hin. Der Pasuk, welcher unmittelbar auf den zuerst zitierten Pasuk folgt, lautet: „Und du sollst mit allen reden, die weisen Herzens sind, die ich mit dem Geiste der Weisheit erfüllt habe, dass sie die Gewänder Arons machen, um ihn zu weihen, dass er mir Priester sei („…lekadescho lechahano li“)“. [Schemot 28:3] Wieso, fragt Rav Elja Me’ir wird beim Befehl an Mosche das Gewicht auf Ehre und Pracht gelegt, aber wenn der Befehl an die Handwerker, welche die Gewänder schlussendlich herstellen, ergeht, wird das Gewicht auf die Zweckmässigkeit („damit sie imstande sind, Mir zu dienen“) gelegt?

Rav Elja Me’ir erklärt, das jedes Gerät, welches für das Mischkan (Stiftzelt) hergestellt wurde, enorme metaphysische Kräfte in den Himmlischen Sphären besass. Das gewünschte Resultat des gesamten Tempeldienstes mit seiner Symbolkraft und der Beachtung jeder kleinsten Einzelheit war, dass jeder Handgriff auf Erden seine Auswirkungen auf die Höhere Welt hatte. Die Priestergewänder hatten somit den Zweck, den G’ttesdienst mit Heiligkeit zu erfüllen, damit der Dienst die gewünschte Wirkung erzielte.

Die Gewänder mussten genau so hergestellt werden, wie G’tt es vorgegeben hatte, weil sie nur so ihre gewünschte Wirkung erzielen konnten. Sachlich gesehen brauchten sie nicht wohlgefällig zu sein. Es hätten Überkleider oder Arbeitsmonturen sein können, wenn dies reichte, um ihren Zweck in der metaphysischen Welt zu erreichen.

Ausser man denkt daran, dass Menschen menschlich sind und es für die Leute einen Unterschied macht, ob sie in Arbeitsmonturen oder in wunderschönen königlichen Gewändern ihre Arbeit verrichten. Die neun Richter des obersten amerikanischen Gerichts erscheinen zu ihren Gerichtsverhandlungen auch nicht in Jeans und Filzpantoffeln oder Überkleidern und setzen sich auf Klappstühle. Sie ziehen ihre schwarzen Roben an und setzen sich in weiche Ledersessel. Die Ausstrahlung dieser Gewänder und dieser Fauteuils macht sich bemerkbar. Sie werden dadurch dauernd daran erinnert, dass sie im höchsten Gerichtshof des Landes zu Rate sitzen und dass ihre Arbeit von höchster Wichtigkeit ist. Die Roben und das ganze Umfeld haben einen tief greifenden Einfluss auf sie.

Mit den Kohanim verhielt es sich ähnlich. Ja, in Massstäben von Zweckmässigkeit der Kleidung für den G’ttesdienst hätten Überkleider auch gereicht. Es war jedoch nötig, sich zu Ehre und Pracht besonders schön anzuziehen, um sicherzustellen, dass ihnen jederzeit die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit vor Augen stand und die enormen Auswirkungen, welche diese hatte.

Jetzt wird es klar. Der Pasuk,, in dem G’tt Mosche den Befehl erteilt, Kleider für „Aron“ und „Arons Kinder“ herzustellen, legt Gewicht darauf, dass sie „leChavod ulTiferet“ („zur Ehre und zur Pracht“) angefertigt werden. Das stand für den Kohen im Mittelpunkt. Als es jedoch darum ging, den Handwerkern den Auftrag zur Anfertigung der Gewänder zu erteilen,
bestand die alleinige Absicht darin, das geistige Potenzial dieser Gewänder zu schaffen. Deshalb wurde hier das Gewicht nicht auf Ehre und Pracht, sondern auf „lekadescho, lechahano li“ („um ihn zu heiligen, dass er Mir diene“) gelegt.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Elja Me'ir Bloch (1895 – 1955): Rosch Jeschiwa in Tels, Litauen, und Cleveland, USA.



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