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Raw Frand zu Parschat Schemot 5768 (Beitrag 1)

Nach Ägypten kommen

Im ersten Pasuk des Buches Schemot finden wir einen merkwürdigen Ausdruck: „Und dies sind die Namen der Kinder Israels, die kommen (ha'baim) nach Ägypten.“ [Schemot 1:1] Wir hätten erwartet, dass hier die Vergangenheitsform von „kommen“ (scheba’u/sie kamen) benutzt würde, ist doch das Herunterkommen zum Zeitpunkt der Erzählung bereits Geschichte.

Viele Kommentatoren erklären, dass es einen grundsätzlichen Unterschied gab zwischen der ersten Generation von Jehudim, die mit Jaakow nach Mizrajim (Ägypten) kam, und den späteren Generationen, die in Mizrajim geboren wurden. Die Menschen der ursprünglichen Generation empfanden nie, dass sie in Ägypten Wurzeln schlugen. Deshalb waren sie zeitlebens "ha'baim Mizrajma" – als ob sie gerade erst nach Ägypten gekommen wären. Sie dachten immer "Ich bin immer noch am Kommen, doch ich muss hier nicht bleiben."

"Jaakow ging nicht hinunter nach Ägypten, um sich dort dauerhaft niederzulassen, sondern nur um dort vorübergehend zu bleiben." [Pessach Hagada]

Leider hatten die späteren Generationen nicht mehr diese Einstellung. Dies ist eine der Herausforderungen des Galut (Exil). Wenn man einige Jahre an einem Ort lebt, dann ist es schwierig, ihn nicht als sein Zuhause zu empfinden. Jehudim lebten während 1’000 Jahren in Polen. Ein bekanntes Bonmot sieht den Namen "Polen" als eine Zusammensetzung der aramäischen Worte "Poh lin" (hier wollen wir schlafen). 900 Jahre lang wohnten Jehudim in Aischeschok! Amerika existiert nicht einmal seit halb so vielen Jahren! Die polnischen Jehudim dachten, sie würden immer in Polen wohnen. Die Jehudim in Aischeschok dachten, Aischeschok würde immer ein jüdisches Dorf bleiben.

Auch die Jehudim in Ägypten empfanden Mizrajim als ihr Zuhause. Der Kli Jakar sagt bezüglich des Ausdrucks: "waja’azmu bim'od me'od" (und sie wurden sehr, sehr stark) [Schemot 1:7], dass die Jehudim in Ägypten mit der Zeit ihre Einstellung änderten. Sie wurden reich, sie wurden stark, und sie schlugen Wurzeln.

Letztens hat mich ein einfacher Mann sehr beeindruckt, der mich in seinem Auto in New York mitgenommen hatte. Er war ein sefardischer Jehudi und von seinem Aussehen schloss ich, dass er nicht sehr orthodox war. Er trug keinen Hut, hatte keinen Bart, und keine Pejot (Schläfenlocken). Doch er sagte zu mir: “Ich kann mich nicht dazu bringen, ein Haus in Brooklyn zu kaufen.“ Er hatte eine Familie und einen Mini-Van, doch er wohnte in einer Miet-Wohnung. Er sagte, würde er ein Haus in Brooklyn kaufen, dann hiesse das, dass er sich dort für immer niederlassen und also im Galut bleiben wolle. Er wolle dies nicht tun.

Ich sage nicht, dass wir alle unsere Häuser verkaufen und in Miet-Wohnungen umziehen sollen. Doch ein solches Gefühl - von einem einfachen Menschen - ist genau die gleiche Charaktereigenschaft, die die Torah der ersten Generation Jehudim, die mit Jaakow hinunter nach Ägypten kam, zuordnete. Sie sah sich immer als nur "ba’im" (sie kommen jetzt) nach Mizrajim.

Wir müssen daran arbeiten, solche Gefühle zu entwickeln, sodass wir uns nicht im Exil einschliessen und verschanzen.



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