Kislew
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Paraschat Wajischlach

Raw Frand zu Parschat Ki Tissa 5770 (Beitrag 2)

er ein Kohen, Lewi oder Jisrael sei. Raw Schwab antwortete, dass er ein Jisrael sei. Jedem ist bekannt, dass der Chafez Chajim ein Kohen war.

Der Chafez Chajim sagte zu Raw Schwab, "Weisst du, was der Unterschied zwischen mir und dir ist? Bald wird das Bet HaMikdasch (der Tempel) wieder aufgebaut werden. Alles wird zum ersten Mal dorthin strömen und sich durch die Türen drängen, um in den Hof des Bet HaMikdasch zu gelangen. Eine Wache am Tor wird die Leute fragen, ob sie Kohanim, Lewijim oder Jisraelim sind. Die Kohanim werden hineingehen und den Dienst im Tempel verrichten. Ich bin einer dieser Leute. Du, Schimon, wirst zusammen mit den anderen Jisraelim draussen bleiben müssen. Alle Jisraelim werden schrecklich neidisch auf mich sein. Sie werden den Dienst verrichten wollen, doch die Halacha wird ‘Nein’ sein - Kohanim drinnen; Jisraelim draussen. Die Jisraelim werden aufgeregt und neidisch sein."

Der Chafez Chajim wiederholte diesen Spruch einige Mal. Als die Verwunderung Raw Schwabs immer mehr stieg sagte der Chafez Chajim: "Weisst du Schimon, weshalb dies so sein wird? Wegen eines Geschehnisses vor Tausenden von Jahren. Vor Tausenden von Jahren geschah etwas, das 'die Sünde des „Egel haSahaw“ (Goldenen Kalbes) genannt wurde. Das jüdische Volk sündigte mit dem Kalb. Nur dreitausend Menschen nahmen aktiv an diesem schrecklichen Götzendienst teil. Doch als Mosche Rabbejnu am Tor des Lagers ausrief: „Mi laSchem ejlaj“ – Wer für den Ewigen ist, zu mir her!“ [Schemot 32:26], dass alle kommen und das Feuer löschen sollten... weißt du was geschah, als er diese berühmten Worte ausrief? Nur der Stamm Lewi trat an. Mein Grossvater reagierte auf diesen Ruf und kam, doch dein Grossvater sass dort und tat nichts. Deshalb werden die Kohanim, welche ein Teil des Stamm Lewis sind, ins Innere des Bet HaMikdasch eintreten dürfen um dort den Dienst zu verrichten. Doch ihr Jisraelim werden draussen bleiben, da ihr einfach dort gesessen und dem Ruf nicht gefolgt seid."

Der Chafez Chajim schaute daraufhin Raw Schwab an und sagte zu ihm, "Was meinst du? Versuche ich, dir ein schlechtes Gewissen zu machen? Versuche ich, Salz in die Wunde zu streuen? Chas weSchalom! (G“tt behüte). Doch ich will dich etwas lehren. Oft im Leben wirst du eine leise Stimme in deinem Innern hören, die dir sagt 'Wer für G’tt ist, zu mir her!“ Es wird im Leben Momente geben, da der Ruf ertönt 'Steht auf und setzt euch für G“tt ein!’ Ich will, dass es dir bewusst sein soll, dass solche Rufe nicht nur Folgen für dich haben, sondern für alle folgenden Generationen. Weil dein Grossvater nicht ‚Ja‘ geantwortet hat auf 'Wer für G’tt ist, sammle sich um mich', bist du vom Tempeldienst ausgeschlossen. Es war eine Tat, die noch viele Tausende von Jahren danach Folgen hat. Hingegen weil mein Grossvater ‘Ja’ sagte, bin ich nun ein Kohen und darf den Dienst verrichten."

"Vergiss nie", sagte der Chafez Chajim zu Raw Schwab, "jeder hat seine Momente von 'Wer für G’tt ist, zu mir her!“ Wenn du diese Stimme hörst, so stehe auf und folge diesem Ruf!


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Schimon Schwab (1908 - 1995): Rabbiner der Gemeinde Adat Jeschurun in Washington Heights, New York.
Chafez Chajim: (1838 - 1933): Rav Jisrael Me'ir HaKohen von Radin. Autor grundlegender Werke zu jüdischem Recht und jüdischen Werten (Halacha, Haschkafa und Mussar).



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