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Raw Frand zu Parschat Mikez 5765 (Beitrag 2)

Was versetzte Josefs Brüder in Feststimmung?

Parschat Mikez erzählt die Geschichte der vollständigen Wiedervereinigung von Ja’akovs Söhnen. Josef setzte die Brüder genau gemäss ihrem Alter. Die Brüder waren verblüfft. Josef beschenkte sie; Benjamin (seinem einzigen Vollbruder) gab er ein Geschenk in fünffacher Höhe der anderen. Die Erzählung endet mit den Worten: „Sie tranken und berauschten sich bei ihm.“ [Berejschit 43:33-34]

Raschi bemerkt dazu folgendes: Seit dem Tag, an dem sie Josef verkauft hatten, hatten die Brüder keinen Wein mehr gekostet. Es handelte sich somit um das erste Mal seit diesem tragischen Ereignis, bei dem sich die Brüder erlaubten, Wein zu trinken.

Wir müssen uns jedoch fragen: Was gab es hier für die Brüder zu feiern? Sie wussten noch nichts von der bevorstehenden Wiedervereinigung mit Josef. Das geschah erst in Parschat Vajigasch. Wir können vielleicht verstehen, wieso Josef Wein trank. Er wusste, dass dies sein erstes Familientreffen nach vielen Jahren war. Aber wieso tranken die Brüder Wein? Aus ihrer Sicht galt immer noch: „Josef ist nicht da.“ [Berejschit 42:36]

Die Antwort liegt darin, dass dieser Tag für sie ein Jom Tov (Feiertag) war, weil sie als Menschen gewachsen waren. Soeben waren sie Zeugen, wie ihr Bruder Benjamin eine Vorzugsbehandlung genoss. Er erhielt ein Geschenk, das fünfmal grösser war als das ihrige. Diese Situation glich genau derjenigen, welche ihre Feindseligkeit angestachelt hatte: die Vorzugsbehandlung, die Ja’akov Josef angedeihen liess. Jetzt hätte man sagen können: „Jetzt geht es wieder los.“

Jede Familie hat ihre eigene Dynamik. Es gibt in jeder Familie Dinge, die zu Reibereien und Geschwisterstreit führen. Hier war es jedoch anders. Trotz allem, was in der Vergangenheit geschehen war, zeigten die Brüder beim Anblick des fünffachen Geschenkes von Benjamin keine Feindseligkeit. Sie freuten sich für ihn. Das war der Grund zum Feiern.

Der Sieg über die eigenen niederen Instinkte ist Grund zum Feiern. Die Entdeckung von „ich kann mich bessern und bin nicht gezwungen auf die gleiche unangenehme Weise zu reagieren wie ich es bisher unter diesen Umständen getan habe“ ist Grund für ein Fest. Die Brüder standen sich nicht mehr voll Neid gegenüber. Dies war für sie ein Jom Tov. Das war ein Grund, den Champagner zu entkorken, obwohl sie seit Jahrzehnten keinen Wein mehr genossen hatten.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); "Vater aller Torahkommentare".



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