Ijar
/Paraschat BeHar

Kapitel 3, Mischna 10:


"Wer bei seinen Mitmenschen Wohlgefallenfindet, der findet auch Wohlgefallen bei G-tt,
und wer bei seinen Mitmenschen kein Wohlgefallen findet, der findet auch kein
Wohlgefallen bei G-tt."


Als Beweis für diese Mischna, zitiert der Tossafot Jom Tow den Vers in Mischlej [Sprüche]: "…und
du wirst Gunst und Weisheit in den Augen von G-tt und Mensch finden." [Mischlej 3:4]


Dieser Nachweis ist schwierig. Es scheint umgekehrt zu sein. Unsere Mischna sagt, der
Beweis, dass ein Mensch Gefallen im Himmel gefunden hat, bestehe darin, dass die Menschheit mit ihm zufrieden ist. Der Vers in Mischlej sagt das Umgekehrte: Zuerst findet der Mensch Gefallen in G-ttes Augen - und erst danach findet er Gefallen in den Augen der Menschen.

Rav Chaskel Abramsky löst diese Frage auf. Die Mischna gibt uns den Rat, den Rav Abramsky jedem seiner Nachkommen  gegeben  hat, der  in die Welt des "Awodat HaKodesch" [religiöser Gemeinschaftsdienst] hinausging. Tue, was in den Augen des "Meisters des Universums" richtig ist - und so wirst du dich [am besten] um die Menschen kümmern. Er pflegte seinen Schülern zu sagen: "Wenn ihr versucht, die Menschen auf Kosten dessen zufriedenzustellen, was in den Augen des Ribono schel Olam [Herr der Welt] richtig ist, wird es nicht funktionieren. Ihr werdet weder mit den Menschen noch mit G-tt, erfolgreich sein."

Wenn aber der "Fahrplan" eines Menschen sein wird: "Ich muss tun, was der Allmächtige will", sagt Rav Chaskel Abramsky, dann besteht die Garantie, dass der Dienst an die Gemeinschaft auch in den Augen der Menschen Gefallen finden wird.

Rav Chaskel Abramsky war selbst bei allen beliebt und verehrt. Er schreibt, dass er niemals Dinge tat, um Menschen zu gefallen. Sein Ziel war es, einzig und allein das zu tun, was richtig
war und - wie der Vers besagt - Gefallen und Verständnis in den Augen G-ttes zu finden. Er
zitiert diesen Ratschlag auch im Namen des Chowat HaLewawot: Man solle tun, was der Schöpfer der Welt verlangt - und als Teil des "Ewigen Lohns", werde man Gefallen und Akzeptanz bei seinen Mitmenschen finden.

Dies ist in der Tat, was die Mischna sagt: Wenn Menschen mit dir zufrieden sind, ist dies der Beweis, dass man auch im Himmel mit dir zufrieden ist. Dies bedeutet, dass deine Taten immer vom Gedanken geleitet wurden, was will der "Meisters des Universums?“


Doch die Methode ist sicherlich nicht dazu da, um Kompromisse zu schliessen, nur um die
Menschen glücklich zu machen, in der Hoffnung, dass auch der Himmel dann mit einem glücklich
ist. Die Methode ist genau umgekehrt: Mache den Himmel glücklich - und zum Lohn wird Er
zusehen, dass sie auch "unten" mit dir glücklich sind. Wenn Menschen mit jemandem "unten"
glücklich sind, dann ist es der Beweis dafür, dass Er "hoch oben" ebenfalls mit einem glücklich sein
muss.

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Die Bearbeitung von Rav Frand zu Pirkej Awot erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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