Schewat
/Paraschat Jitro/


Thora und Wissenschaft

 
Biologie von heute: Was ist der Thora bzw. dem Talmud bekannt?
 
Was genau enthält der Bienenhonig?

Grundsätzlich gilt bei den Thora-Vorschriften über verbotene Speisen: Das Produkt eines zum Verzehr verbotenen Tieres ist ebenfalls verboten, so zum Beispiel: Eier oder Milch eines verbotenen Tieres.

Aufgrund dieser Vorschrift ist es eigentlich verwunderlich, dass uns der Genuss von Bienenhonig erlaubt ist. Denn: obwohl der Honig aus Blütennektar entsteht, ist kaum anzunehmen, dass dieser ohne irgend eine Beimischung seitens der Biene wieder ausgeschieden wird, genau so wie er in sie gelangt ist.

Denn wäre dies so, so würde er ja wiederum als Blütennektar ausgeschieden. Die Entstehung des Honigs benötigt die Beimischung einer Substanz seitens der Biene, die den Blütennektar verarbeitet und ihn zu Honig verwandelt.

Genau, wie das Gras, das vom Kamel gefressen wurde, sich nach seiner Verarbeitung im Körper des Tieres zu Milch verwandelt und diese zum Genusse verboten ist, eben aus der Regel heraus, dass alles, was vom verbotenen Tier ausgeschieden wird, verboten ist, genau so sollte der Honig zum Genusse verboten sein, da es doch verboten ist, die Biene selbst zu essen.

Und sogar wenn die Entstehung des Honigs aus Blütennektar ohne Beimischung einer Substanz aus dem Körper der Biene möglich wäre. Es ist doch sicher anzunehmen, dass verschiedene Säfte in den Bienenmagen ausgeschüttet werden, wie dies in den Mägen jedes anderen Tieres geschieht.

Demnach hätten unsere Weisen, die Talmudgelehrten, den Honig zumindest aus dieser Sicht zum Verzehr verbieten sollen.

Neuere Entdeckungen haben zwei erstaunliche Tatsachen zutage gefördert:
1.  Die Biene hat zwei Mägen, ein Verdauungsmagen und einen “Honigmagen”.
2.  Im “Honigmagen” befinden sich keine Magensäfte.

Mit der Entdeckung dieser zweiten Tatsache ist unsere zweite Frage bezüglich der Magensäfte bereits beantwortet.

Und was ist mit der ersten Frage?

Nun, weitere Forschungen haben eine neue Tatsache ans Licht gebracht: Der “Honigmagen” der Biene scheidet ein Enzym aus, welches die Moleküle des Blütennektars spaltet und sie von Disaccariden (Zweifachzucker) zu Monosacchariden (Einfachzucker) umwandelt.

(Der Honig enthält isomerischen Zucker - der in seiner Hauptsache aus einem Gemisch von fast gleich vielen Bestandteilen Glukose [Traubenzucker] und Fruktose [Fruchtzucker] besteht.)

Nachdem das Enzym, welches von der Biene abgesondert wurde, seine Arbeit verrichtet, also den Blütennektar in Honig verwandelt hat, scheidet es sich aus dem Magen aus, ohne, dass irgend etwas von ihm dort übrigbleibt. Die Biene gibt den reinen Blütennektar ohne irgend eine Beimischung in die Honigwabe.

Es ist nun verständlich, warum wir Bienenhonig essen.

Hätte es eine Universität zu Zeiten des Talmuds gegeben und man hätte ihre Wissenschaftler gefragt, ob man nach den Gesetzen der Thora den Verzehr von Bienenhonig erlauben könne, wäre ihre Antwort ohne Zweifel ein eindeutiges “Nein!” gewesen.

Genau wie die Milch eines verbotenen Tieres.

Denn zweifelsohne mischt sich ein Minimum von Substanz der Biene in den Honig.

“Bienenhonig ist erlaubt zu essen, weil die Bienen ihn in ihren Körper bringen und ihn nicht von ihrem Körper ausstossen.” (Talmud Traktat Bechorot, 7b)

Das heisst: Der Bienenhonig ist nicht wie Milch eines verbotenen Tieres. Im Bienenhonig hat es keinerlei Beimischung einer Substanz vom Körper der Biene, er enthält genau den Stoff, der in sie hineingekommen ist.

Wer hätte vor Tausenden von Jahren um dieses Naturgeheimnis wissen können, das jeder Logik und verankerten Vorstellung der Gegebenheiten bezüglich der Milch widerspricht?


_________________________________________________________________________________________________________________________

Copyright © 2019 by Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

Zusätzliche Artikel und Online-Schiurim finden Sie auf: www.juefo.com

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

Das Jüdische Informationszentrum („Jüfo“) in Zürich erreichen Sie per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für Fragen zu diesen Artikeln und zu Ihrem Judentum.

 

What do you think?

Send us feedback!

Drucken E-Mail

Ein nicht beabsichtigtes Schabbat-Verbot

שולחן שבת

Schabbat - Gedenktag der Schöpfung und G-ttes Einflussnahme auf die Geschichte

שבת

Aktuell sind 588 Gäste und keine Mitglieder online

Jüdisches Leben in Zürich

jewish-zuerich

Jüdisches Leben in Zürich

Koschere Hotels
in der Schweiz

hotelinberge

Koschere Hotels