Kochen und Warmhalten am Schabbat (3.Teil)

Es ist von sehr großer Bedeutung, wie wir den Topf

Insgesamt unterscheiden wir hierbei zwischen verschiedenen Arten von Töpfen, je nach Hitze oder Hitzeeinfluss, dem die Töpfe ausgesetzt werden.

Im Folgenden nennen wir einen Topf, in welchem sich eine warme Speise am Schabat befindet "Kli".

Kli Rischon – auf der Feuerquelle: Damit ist der Kochtopf gemeint, welcher auf der Feuerquelle steht, also noch sehr heiß ist.

Kli Rischon – von der Feuerquelle getrennt: Damit der Kochtopf gemeint, welcher von der Feuerquelle heruntergenommen worden ist, also etwas weniger heiß ist.

Aufguss von Kli Rischon: Damit ist gemeint, dass man vom heißen Kochtopf gießt. Der dabei entstehende heiße Strahl ist wiederum weniger heiß als die Hitze im Kochtopf selber.

Kli Scheni: Damit ist ein neues sog. „zweites Geschirr" gemeint, in welches das Essen vom Kli Rischon gelangt, z.B. eine Schale, in welche die heiße Suppe vom Topf hineingegossen wird. Die Hitze im Kli Scheni ist wesentlich kleiner als im Kli Rischon.

Aufguss von Kli Scheni: Damit ist gemeint, dass man von diesem zweiten Geschirr auf ein neues Geschirr gießt.

Kli Schlischi – Damit ist ein neues sog. „drittes Geschirr" gemeint, in welches das Essen zum Schluss gelangt, z.B. ein Teller oder eine Tasse. (Ebenso können Teller und Tassen auch Kli Scheni sein, wenn sie einen Aufguss vom Kli Rischon direkt empfangen).

(siehe hierzu ausführlich in Schulchan Aruch, Hilchot Schabat סימן שיח ס"ט, ס"י )

Im Folgenden (ebenso in den kommenden Halachablättern) erklären wir jeden dieser Punkte im Einzelnen:

1.) Kli Rischon:

Der Kli Rischon ist der Topf, in welchem die Speise gekocht wird, zum Beispiel der Suppentopf. Es gilt: Solange in diesem Topf eine kochend-heiße Hitze (talmudisch: Yad Soledet, Richtlinie hierfür – etwa nach Rav Schlomo Salman Auerbach: jede höhere Hitze ab 45 Grad Celcius) ist, hat der Kli Rischon die Kraft zu kochen, sogar wenn er vom Feuer heruntergenommen worden ist. Daher ist es verboten am Schabat in einen Kli Rischon eine neue Speise zu tun, welche nicht fertig gekocht ist. Es spielt dabei keine Rolle, ob die noch ungekochte Speise flüssig oder fest ist.

Jedoch ist es erlaubt in einen Kli Rischon, wenn er nicht auf dem Feuer steht, folgende Speisen zu tun: Flüssige Speisen, die noch warm sind (warmes Wasser / Suppe) oder trockene Speisen, die schon vollständig durchgekocht sind (Fleisch, Reis, Nudeln etc.).

(siehe Schulchan Aruch סימן שיח סעיף ד ).

Daher ist es am Schabat verboten, bestimmte Gewürze wie z.B. Petersilie in den noch heißen Kli Rischon zu geben, auch wenn er nicht auf dem Feuer steht, denn sie werden darin gekocht. Jedoch darf man kalte und durchgekochte Nudeln in den heißen Kli Rischon (wenn er vom Feuer heruntergenommen ist) geben.



Copyright © 2012 by Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland

www.ordonline.de

Drucken E-Mail

Jüdisches Leben in Zürich

jewish-zuerich

Jüdisches Leben in Zürich

Koschere Hotels

hotelinberge

Koschere Hotels