Worauf hat man bei einem Etrog zu achten?

Grundsätzlich gilt auch bei dem Etrog: Je makelloser und unversehrter der Etrog ist, umso mehr steigt sein “Hidur“.

Hier einige Dinge, auf die man bei einem Etrog achten sollte:

Ein Etrog, dessen Schale an einer bestimmten Stelle tief und vollständig abgekratzt ist (Niklaf), und an der abgekratzten Stelle inzwischen eine schwarze oder weiße Farbe aufgetreten ist, darf nicht verwendet werden. Wenn die abgekratzte Stelle jedoch braun ist, so darf man den Etrog notfalls (wenn man keinen anderen hat) für die Mizva verwenden. (Mischna Brura סימן תרמ"ח ס"ק כ"ו).

Der Etrog hat unten (zu seiner breiten Seite hin) einen Stachel (Okez), der nach innen gewölbt ist. Dieser Stachel ist die Verbindungsstelle des Etrog zum Baum. Wenn der Stachel völlig abgerissen ist, und nun an seiner Stelle ein Loch aufgetreten ist, so ist der Etrog am ersten Tag von Sukot nicht koscher. (Schulchan Aruch סימן תרמ"ח סעיף ח')

Worauf viele beim Etrog achten, sind eventuelle schwarze Punkte im Bereich des “Chotem“. Der Etrog ist bekanntlich so geschaffen, dass er unten breit und oben schmal ist. Der obere Bereich des Etrog, ab der Stelle wo der Etrog schmal wird, diesen Bereich nennen wir den Chotem. Und genau dort hat man darauf zu achten, dass keine schwarzen Punkte vorhanden sind. Allgemein gilt: Ein schwarzer Punkt macht einen Etrog untauglich wenn:

  1. Man den Punkt mit bloßem Auge, ohne zu große Anstrengung, identifizieren kann (Mischna Brura ס"ק מ"ו). Was also bedeutet, dass wenn man einen schwarzen Punkt erst nach sehr genauem Hinsehen entdeckt hat, der Etrog immer noch koscher ist.
  2. Der schwarze Punkt ist durch Wegwischen oder Saubermachen nicht zu entfernen.
  3. Der Punkt ist tatsächlich schwarz, jedoch nicht braun (braune Punkte im Bereich des Chotem lassen sich nämlich oft bei Etrogim finden). Überhaupt gilt: Alle nicht koscheren Erscheinungsmerkmale (Punkte, Streifen etc.) müssen entweder schwarz oder weiß sein.

Man hat sehr darauf zu achten, dass ein Etrog die typischen äußerlichen Zeichen und Erscheinungen hat, welche ihn charakterisieren. Denn ein Etrog, der äußerliche Erscheinungen hat, die zu sehr an eine Zitrone erinnern, kann in vielen Fällen nicht verwendet werden. Wir sprechen dann von einem “Etrog Murkav“. Ein solcher Etrog ähnelt der Zitrone, weil er zusammen mit einem Zitronenbaum gepflanzt worden ist (siehe hierzu in Mischna Brura ס"ק ס"ה). An folgenden äußerlichen Erscheinungen erkennt man z.B. einen typischen Etrog, bei dem der Verdacht des Murkav nicht gegeben ist: Sein Stachel (Okez) geht eindeutig nach innen. Bei einer Zitrone ragt der Stachel oben hervor. Die Schale des Etrog hat Wölbungen, die Schale ist nicht eben und glatt. Eine Zitrone dagegen hat eine eher glatte Schale. (Je mehr ein Etrog, diese für ihnen typischen Merkmale trägt, umso mehr steigt sein Hidur)

(Es sei an der Stelle hinzugefügt, dass ein Etrog und auch ein Lulav, die den Status “koscher für Bracha“, statt den höheren Status “Mehudar“ oder “Mehadrin“, tragen, selbstverständlich auch für die Mizva verwendet werden dürfen und nicht verboten sind.)



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