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Was ist Lag BaOmer?

Lag BaOmer (ל"ג בעומר) ist ein jüdisches Fest, das am 33. Tag des Omer-Zählens, zwischen Pessach und Schawuot, begangen wird, und jeweils auf den achtzehnten. Ijar fällt. Lag (hebräisch ג"ל) steht hier für 33.

In den halachischen Werken der „Rischonim“ wird der Anlass zum Feiern mit dem Ende des Sterbens der Schüler Rabbi Akiwa‘s begründet: Rabbi Akiwa, einer der bedeutendsten Mischna-Gelehrten nach der Zerstörung des 2. Tempels, hatte 24'000 Schüler. Sie waren grosse Gelehrte, jedoch ehrten sie einander nicht. Alle starben zwischen Pessach und Schawuot. Am Lag BaOmer hörte das Sterben auf.

Zusätzlich dient das Fest der Erinnerung an Rabbi Schimon ben (bar) Jochai. Rabbi Schimon war einer der fünf Schüler Rabbi Akiwas, die am Leben blieben und die gesamte Überlieferung der mündlichen Lehre den nächsten Generationen weitergaben. Er selbst wiederum starb an diesem Tag. In Meron (in Galiläa), unweit von Zefat, ist seine Grabstätte und diejenige seines Sohnes Rabbi Elasar.

Besondere Feierlichkeiten finden dort statt. Hunderttausende strömen nach Meron, und feiern mit großer Begeisterung, lernen Tora, beten, singen und tanzen. Fackeln werden angezündet, deren Licht von weitem sichtbar ist, während der Freudengesang zum Himmel emporsteigt.

Wie ein Hochzeitstag wird dieser Festtag zu Ehren des Großen Tanna - Meister der Kabbala - gefeiert. Mit ihm wird auch gleichzeitig sein großes mystisches Werk gefeiert, ein Werk, das viele Geheimnisse und Weisheiten unsere Tora enthält, und das nicht jeder verstehen kann.

Auch im ganzen Land werden grosse Feuer im Rahmen von Tanz und Gesang zu Ehren Rabbi Schimons gezündet.

Lag BaOmer ist ein fröhliches Fest. Die verschiedenen einschränkenden Gebote (Trauergebote), die für die 49 Omer-Tage zwischen Pessach und Schawuot gelten, sind an diesem Tag aufgehoben. Die Haare dürfen wieder geschnitten und es darf wieder Musik gehört und gespielt werden. Vor allem aber können an diesem Tag Hochzeiten durchgeführt werden, ein Angebot, von dem reichlich Gebrauch gemacht wird.

Es ist auch üblich, dass Kinder an diesem Tag, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, auf die Felder und in die Wälder ziehen. Der Bogen erinnert an an den Regenbogen. Der Regenbogen ist ein schlechtes Zeichen. Nach der Sintflut sprach     G-tt zu Noach [Bereschit 9, 11-15]: „Ich richte meinen Bund mit euch auf, dass fortan nicht mehr alle Wesen vertilgt werden sollen durch die Wasser der Sintflut, und es soll fortan keine Sintflut mehr kommen, die Erde zu verderben. Und G-tt sprach: Dies sei das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebenden Wesen, die bei euch waren, für ewige Zeiten. Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; er soll ein Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein. Und wenn der Plan vor mir emporsteigt, Finsternis und Verderben in die Welt zu bringen (siehe Raschi), so soll mein Bogen in den Wolken gesehen werden und ich werde an meinen Bund gedenken zwischen mir und euch und allen lebenden Wesen unter allen Geschöpfen, dass die Wasser nie mehr zur Sintflut werden, alle Geschöpfe zu verderben“.

Der Regenbogen bedeutet also, dass der Ewige, wegen den Sünden der Menschen, die Welt vernichten möchte, jedoch des Bundes mit Noach gedenke, kein Verderben mehr auf die gesamte Welt zu bringen. Es gab aber Generationen, in der der Regenbogen nie gesehen wurde, wie z.B. in der Generation von Rabbi Schimon bar Jochai. Rabbi Schimon beschützte mit seiner Frömmigkeit die ganze Welt, sodass der Regenbogen nicht gesehen wurde. Um dies zu gedenken, gibt es den Brauch, diesen Tag mit Pfeil und Bogen zu feiern.

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Die Bearbeitung dieses Beitrages erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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