Nissan
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Pessach

Perpektiven zu Schabbat Hagadol (Der grosse Schabbat)

Der kommende Schabbat - Schabbat vor Pessach - wird „Schabbat Hagadol – der grosse Schabbat genannt.“

Die Überlieferung lehrt uns, dass der Exodus im Jahr 2448 auf Donnerstag fiel. Demnach war der Schabbat vorher am 10. Nissan. Im Namen des Ewigen ordnete Mosche Rabbejnu an, dass jeder am 10. Nissan ein Lamm für das Pessach-Opfer nehmen solle. Die Juden nahmen Lämmer und banden sie an ihre Bettpfosten, um sich für das Pessach-Opfer vorzubereiten, das ihre Erlösung aus ägyptischer Sklaverei einläuten würde.

Das Lamm war ein Symbol von Ägypten, seiner Götter, seinem Königreich und seiner vielgerühmten Macht. Es war daher äusserst riskant und gefährlich für die Juden, das Lamm zu nehmen. Scheinbar kann man Freiheit und Unabhängigkeit nur durch Risiko und Gefahr erlangen.

Nur ein Volk, das bereit war, Komfort und sogar sein Leben für seine Freiheit zu riskieren, verdient diese Freiheit und Unabhängigkeit.

Also waren es die Taten der Bnej Jisrael an jenem ersten Schabbat Hagadol, welche die Erlösung aus der Sklaverei in derselben Woche garantierten. Die Wichtigkeit des Pessach-Opfers kann man von dieser Idee des Risikoeingehens ersehen, welche in jeder Suche nach Freiheit und Unabhängigkeit erkenntlich ist.

Einer der Gründe weshalb dieser Schabbat ‘Gadol’ genannt wird – gross – ist wegen der Wichtigkeit dieser Lektion, wie man Freiheit erreicht. Freiheit ist ein grosses und nobles Ziel sowohl im persönlichen und nationalen Leben. Doch die Tora will, dass wir seinen Preis kennen. Also geht der Schabbat Hagadol Pessach voran.

Schabbat selbst ist ein grosses Risiko, auch wenn man von der Geschichte von Ägypten, dem Auszug und Pessach absieht. Einen Siebtel der Woche müssig zu sein und nichts Wirtschaftliches zu produzieren kann einem sehr gefährlich vorkommen, wenn man versucht sich und seine Familie zu ernähren. Schabbat war schon immer ein Opfer für seine Hüter. Seine Vorteile waren für Aussenseiter nicht einfach ersichtlich. Besonders in einer Welt in der während Jahrtausenden Samstag ein normaler Arbeitstag war.

Schabbat stand als Anomalie und irrationale Zeitverschwendung da. Deshalb wurde Schabbat in jüdischen Augen immer als ‘gadol’ angesehen – die bestimmende Angelegenheit des Judentums selbst.

Das anscheinende Opfer der Schabbat Beachtung hat während den Jahrhunderten jüdische Identität und wahre Unabhängigkeit erreicht, in einer Art, die nichts anderen menschlich Erlebten gleicht.

Die Grösse des Schabbat ist seine Fähigkeit, Gelassenheit und Hoffnung einem Menschen und seiner Familie zu bringen, die alle anderen positiven Aktivitäten in unseren Leben auslösen. Wie wir in Lecha Dodi sagen – “Denn er – der Schabbat – ist der Ursprung aller Berachot.”

 

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Die Bearbeitung dieses Wochenblatts erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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