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Der Monat Cheschwan / Mar-Cheschwan / Bul

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Wir stehen im Jahr 5779. Vor 4123 Jahren, im Jahre 1656, begann in diesem Monat der Mabul (die Sintflut).

Cheschwan ist der zweite Monat des neuen Jahres, wird aber in der Thora der achte genannt, weil man mit Nissan zu zählen anfängt. Dieser Monat wird im Tanach "Bul" genannt. Im ersten Buch der Könige (Melachim I, 6:38) heisst es: "Und im elften Jahre, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus (der Tempel) fertig..."

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Schmini Azeret, der Vorgeschmack der Kommenden Welt

Schmini Azeret, der Vorgeschmack der Kommenden Welt (Raw Ciner zu Sukkot/Schmini Azeret 5762)

An diesem Schabbat beginnen wir die sieben Tage von Sukkot zu feiern und am folgenden Schabbat folgt der Feiertag von Schmini Azeret.

Der Tur Schulchan Aruch [Orach Chajim 417] schreibt dass jeder der "Schalosch Regalim" (die drei Wallfahrtsfeste) einem der Vorväter entspricht. Pessach entspricht Awraham Awinu. Die Engel besuchten ihn an Pessach und die Kuchen, die er Sara backen liess, waren eigentlich Mazzot. Schawuot, das Fest des Empfangens der Torah entspricht zu Jizchak Awinu. Das Schofar, das am Berg Sinai ertönte stammte vom Widder, der anstelle von Jizchak geopfert wurde. Sukkot gehört zu Ja'akow Awinu, so wie es heisst, dass Ja'akow Sukkot baute.

Schmini Azeret wird fälschlicherweise oft als achter Tag von Sukkot bezeichnet, obwohl es sich um einen eigenen Feiertag handelt. Der Passuk nennt ihn "Azeret" - eine Versammlung [Bamidbar 29:35]. Gestützt auf einen Midrasch erklärt Raschi, dass an Sukkot 70 Stiere als Opfer dargebracht wurden. Diese entsprechen den siebzig Nationen der Welt. Nachdem dies abgeschlossen war, bat Haschem (G'tt), dass wir noch einen zusätzlichen Tag bleiben. Nach der Hochzeit meines Schwagers, verblieb der engste Familienkreis für eine kleine Feier, nachdem die Gäste gegangen waren. Das ist gleich wie Azeret, die Versammlung von Schmini Azeret.

Der Sohar lehrt, dass Schmini Azeret Josef HaZadik entspricht. Welches ist der Zusammenhang zwischen diesem Feiertag und Josef?

"Das hast du selbst zusehen bekommen, damit du erkennst, dass Haschem (G’tt) Elokim (der wahre G“tt) ist und „ejn od milvado“ (es gibt nichts neben ihm)" [Devarim 4:35]. Der Midrasch erklärt dazu, dass es neben Ihm niemanden gibt, sogar nicht im "Chalal" (Leere oder Vakuum) dieser Welt.

Der Or Gedaljahu erklärt, dass "Chalal" sich auf den freien Willen, den wir auf dieser Welt haben, bezieht. Der freie Wille erscheint als "Raum", als Leere, in der Mensch Macht besitzt - sogar mehr als Haschem. Hier scheint es, dass die Kräfte des Bösen handeln dürfen.

Das ist es, was der Midrasch lehrt. Sogar in diesem Raum, der leer zu sein scheint, hat Haschem die absolute Kontrolle. Ausser Ihm gibt es nichts.

Dies ist im Schmini Azeret-Gebet eingeschlossen. Nachdem wir das Gerichtsurteil von Rosch Haschana und die Versöhnung von Jom Kippur, gefolgt vom Zusammensein von Sukkot erlebt haben, sind wir bereit, um an Schmini Azeret das Konzept von "ejn od milvado" (es gibt ausser Ihm nichts) zu erkennen.

Die volle Erkenntnis in vollkommener Klarheit können wir erst in der Kommenden Welt erleben. Dort wird man verstehen, wie die scheinbar unverständlichen Begebenheiten auf dieser Welt exakt in den Bauplan des Herrn passen. Alles war der klare Wille von Haschem.

An Schmini Azeret kann man jedoch einen gewissen Begriff von "ejn od milvado" erhalten. Die Zahl sieben entspricht dem Kreislauf der Natur. Acht übersteigt und überdeckt das Natürliche. Das Fest des achten Tages, Schmini Azeret, gibt uns die Möglichkeit einen Blick auf die "natürliche Welt" aus der Vogelperspektive zu erhaschen und sie auf eine unterschiedliche Art zu verstehen.

Damit können wir die Verbindung zwischen Josef und dem achten Tag verstehen. Vom Passuk: "... und es stand kein Mensch zwischen ihnen, als Josef sich seinen Brüdern zu erkennen gab,“ [Bereschit 45:1]" lernt der Sohar, dass sich dies sowohl auf das Fest von Schmini Azeret als auch auf die Kommende Welt bezieht.

Der Or Gedaljahu erklärt, dass es die Nähe zu Haschem, die die Benej Israel (Kinder Israel) an Schmini Azeret verspüren, der Vorgeschmack der Kommenden Welt, ist, der im Passuk von Josef angedeutet wird.

Die ganze Begebenheit von Josef und seinen Brüdern gibt uns einen Einblick in die Klarheit der Kommenden Welt. Die Brüder waren verstört. Sie waren einzig gekommen, um in Ägypten etwas Nahrung zu kaufen und dann geht alles schief, was schief gehen kann. Nichts macht Sinn ... bis Josef seine wahre Identität preisgibt. In diesem Moment verstehen sie, das derselbe Mensch, von dem sie meinten, dass er ihnen schlechtes antun wollte, ihr Bruder war, der ihnen zu helfen versuchte.

Genau das gleiche wird in der Kommenden Welt geschehen: Wir werden alle Schwierigkeiten verstehen, die wir in unserem langen, langen Exil überstehen mussten. Es schien, als ob wir unter der Knute der Völker waren, dabei haben wir die Hand von Haschem nie verlassen. Ejn od milvado (es gibt nichts ausser Ihm) - sogar im "Chalal" der Welt….

Ein Strahl des Lichts, das wir in der Kommenden Welt sehen werden, sticht durch die Dunkelheit, das Durcheinander dieser Welt an Schmini Azeret, dem Feiertag von Josef HaZadik.

Mögen wir den Verdienst haben, ihn zu erleben.

Mit den besten Wünschen für wunderbare Sukkot/Schmini Azeret - Tage.

Quellen und Persönlichkeiten

Tur Schulchan Aruch: Frühe, jüdische Gesetzessammlung von Rabbi Ja‘akov ben Ascher (1268 – 1340). Erste Ausgabe 1514 in Konstantinopel.
Raschi (1040-1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]; Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); „Vater aller Torakommentare“.
Sohar: Jüdische Mystiklehre verfasst von Rabbi Schimon bar Jochai zur Zeit der Römischen Besetzung von Erez Israel.
Or Gedaljahu: Werk von Rav Gedalja Shor (1910 - 1979): Rosch Jeschiwa; Kletzk (Weissrussland), Brooklyn (USA).


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Bauen am Schabbat (3. Teil)

Im Talmud Schabat legen unsere Gelehrten fest: „Wer am Schabat ein festes Zelt / eine feste Überdachung baut, der hat den Schabat übertreten" (Talmud Schabat, Blatt 138).

Und der RamBam schreibt hierzu: „Wer am Schabat ein festes Zelt baut, der hat den Schabat übertreten, denn diese ist eine abgeleitete Arbeit (Tolada) des Bauverbotes." (RamBam, Hilchot Schabat. Ab.10, Halacha 13).

Wir sehen also: Unsere Gelehrten haben festgelegt, dass der Bau eines Zeltes, und nicht nur eines typischen Zeltes, sondern auch der Bau einer anderen Form von Überdachung, am Schabat nach Toragesetz verboten ist. Diese Arbeit entspricht ihrem Prinzip nach der Funktion einer Bautätigkeit, daher nennen wir sie eine abgeleitete Arbeit, die jedoch genauso verboten ist wie das klassische Bauen am Schabat.

Und nun unterscheidet der Talmud zwischen zwei Formen der Überdachung. Es gibt:

1.) Eine feste Überdachung (Ohel Keva)

Dafür müssen 2 Bedingungen erfüllt sein: Das Dach/die Überdachung soll für längere Zeit bestehen, soll also nicht provisorisch sein. Ebenso: Die Überdachung muss ein Mindestmaß von 1 Tefach auf 1 Tefach haben (ein Tefach entspricht einer Handbreite). Ebenso muss die Fläche, die überdacht werden soll, mindestens einen Tefach hoch sein.

Und das bedeutet: Es ist ein Toraverbot eine solche feste Überdachung am Schabat zu errichten, selbst wenn diese Überdachung nur oben, an ihren Seiten aber offen ist. (siehe hierzu ausführlich in: Schulchan Aruch, Orach Chaim-Hilchot Schabat, סימן שט"ו).

Daher: Ein Mensch, der ein Tuch/eine Decke/ein Laken usw. auf vier Stangen z.B. fest macht, damit er darunter liegen kann, und er dies für eine längere unbestimmte Zeit errichtet, der begeht ein Schabat-Verbot im Sinne des Bauverbotes (Mischna Brura, משנה ברורה ס"ק א).

2.) Eine provisorische Überdachung (Ohel Arai)

Damit ist eine Überdachung gemeint, die nur von kurzer Dauer sein soll, oder deren Maß weniger als 1 Tefach auf 1 Tefach ist.

Die Errichtung einer solchen provisorischen Überdachung ist am Schabat ebenso verboten, jedoch nach rabbinischem und nicht nach Toragesetz.

Folgendes ist jedoch am Schabat erlaubt:

Man darf am Schabat da, wo schon eine Überdachung besteht, eine provisorische Überdachung hinzufügen (Tosefet Ohel Arai). Wohlgemerkt nur dann, wenn die Überdachung als solche schon steht und funktionstüchtig ist. (siehe auch: Mischna Brura, סקי"ד, סקט"ו). Hier ein Beispiel: Es ist am Schabat verboten, an einem Kinderwagen ein Dächlein zum Schutz vor Sonne oder Regen zu befestigen. Wenn aber das Dächlein schon vor dem Schabat befestigt war, so darf man es am Schabat schließen und öffnen. Generell gilt: Jede Art von Überdachung, die schon vor dem Schabat befestigt war (und mindestens schon einen Tefach ausgebreitet war), darf man am Schabat ziehen, vergrößern und erweitern.

Ebenso gilt: Ein Gegenstand, der schon komplett und vollständig in sich besteht (Kli Echad), darf am Schabat geöffnet und geschlossen werden, selbst wenn dabei eine Überdachung entsteht (siehe hierzu in Schulchan Aruch u. Mischna Brura: סימן שטו ס"ה – מ"ב סקכ"ז ).

Beispiel: Man darf am Schabat einen Klappstuhl, ein Klappbett, einen Klapptisch usw. öffnen (und schließen), auch wenn dabei eine Überdachung entsteht, denn die hier entstehende Überdachung (ebenso die Mechizot, die Außenseiten) bestehen in sich schon und werden lediglich aktiviert, nicht jedoch neu errichtet. Ebenso darf man z.B. ein Suka-Dach, welches mit der Suka schon fest verbunden ist, oder zumindest ein Tefach ausgebreitet ist, am Schabat schließen und öffnen.

Eine Schublade darf am Schabat nicht an einen Tisch angebracht werden, wenn dadurch eine Überdachung entsteht. (siehe hierzu in Schmirat Schabat Kehilchata, 24. Ab., 24. Halacha)



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Aktuell wie eh und je?

Worauf die Halacha beruht und was uns die Vorschriften heute noch sagen

Halacha ist ein Begriff, den jeder Jude kennt. Zumeist versteht man ihn als Gesetz. Im demokratischen System bestimmen die Volksvertreter im Parlament über die Gesetze. Nur wer entscheidet eigentlich im Judentum darüber, was erlaubt und verboten ist? Und nach welchen Maßstäben werden die Gesetze festgelegt?

Durch die weltlichen Gesetze werden die Bürger gegenüber dem Staat, in dem sie leben, verpflichtet. Die Halacha hingegen ist ein Gesetzessystem des Volkes, das in Eretz Israel gelebt hatte, aber bis heute zum großen Teil in den unterschiedlichen Exilen zerstreut ist. Woher kommt dann die Verpflichtung jedes Juden – egal ob er in Deutschland, Amerika oder Israel lebt – der gleichen Halacha gegenüber?
Details

Tatsächlich hatte Mosche Rabeinu mehr als nur die fünf Bücher Moses in Sinai erhalten. Es ist bekannt, dass man in den fünf Teilen der Tora alle 613 Gebote findet. Doch auch bei näherem Lesen der Tora können wir feststellen, dass viele Dinge, wie zum Beispiel das Verbot, am Schabbat Handel zu treiben oder nach dem Fleischverzehr bis zum Verzehr einer milchigen Mahlzeit sechs Stunden zu warten, nicht eindeutig in der Tora stehen. Tatsächlich steht in der Tora, dass man am Schabbat ruhen muss und nicht arbeiten darf. So steht auch, dass zwischen Fleisch und Milch getrennt werden muss, aber ohne entsprechende Details dazu.

Woher kommen dann diese Details? Jeder, der Tora lernt, kennt zwei wichtige Begriffe: schriftliche und mündliche Tora. Die schriftliche Tora sind die fünf Teile der Tora. Die mündliche Tora ist eigentlich die Erklärung für alles, was in der schriftlichen Tora steht. In der Tora sind Regeln enthalten. Diese Regeln brauchen Erklärungen und diese befinden sich in der mündlichen Tora. Mosche hatte diese Tora am Berg Sinai erhalten und sie das Volk gelehrt. In beinahe 1.400 Jahren wurde die Tradition des mündlichen Lernens in den unterschiedlichen Generationen beibehalten.

Zu Zeiten des Rabbi Jehuda Hanasi (ca. 135–220), einem der großen Tanaim nach der Zerstörung des Tempels, verstand Rabbi Jehuda, dass es im Exil für das Volk schwer ist, die Tora zu lernen und sie zu verinnerlichen. Deshalb entschied er, dass es notwendig sei, die Tora schriftlich festzuhalten. Er fasste die mündliche Tora in 60 Traktaten der Mischna zusammen, eine Arbeit, die durch das Verfassen des babylonischen Talmuds fortgesetzt wurde und später durch das wichtigste Buch der Halacha, den Schulchan Aruch von Rabbi Joseph Karo (16. Jahrhundert) fortgesetzt wurde.

Die Mischna, der Talmud und der Schulchan Aruch sind nur Teil der Tradition. Sie wird in den Jeschiwot von Rabbinern gelehrt, um die Halacha, nämlich die Gesetze des Lebens zu verstehen. Nur derjenige, der durch Rabbiner ermächtigt wurde, darf nach vielen Jahren des Lernens nach der Halacha urteilen. Trotz dieser eindeutigen Regeln wurde im Laufe der Generationen versucht, durch viele Gruppierungen die Autorität der Rabbiner infrage zu stellen und gegen die mündliche Tora zu argumentieren. Das bekannteste Beispiel dazu sind die Sadduzäer, die Boethusianer und später die Karäer.
Interpretation

Die Tradition der mündlichen Tora bedeutet, dass wir die Tora, die uns von Mosche gegeben wurde, interpretieren dürfen. Jedes Abweichen von dieser erlaubten Interpretation gilt als Veränderung der Tora in ihrer originären Form.

Wie hätten wir ohne die mündliche Tora gewusst, dass wir Tefillin legen sollen? In der Tora steht: »Und Du sollst sie binden zum Wahrzeichen an Deine Hand, und sie sollen sein zum Denkbande zwischen Deinen Augen« (5. Buch Moses 6,8). Was sollen wir genau binden und wie sollen wir es tun? Nur mithilfe der Tradition, die Mosche gegeben wurde, wissen wir heute, wie wir dieses Gebot ausführen sollen.

Halacha gilt zwar als Gesetz, aber nicht zufällig wird das Wort »Halacha« dafür verwendet. Halacha kommt von Halicha (gehen). Es ist der Weg, auf dem wir gehen sollen.

Die Halacha zeigt jedem Juden auf der Welt seinen Weg im Leben. Darüber steht bereits in der Tora: »Wenn Dir eine Sache unbekannt ist für den Rechtsspruch ... begib dich zu den Priestern, den Lewijim oder zu dem Richter, der in selbigen Tagen sein wird, und frage nach, dass sie dir künden den Ausspruch des Rechts« (5. Buch Moses, 17, 8-9).
Veränderungen

Eine weitere Frage ist noch zu klären: Ist die Tora zeitgemäß? Tausende Jahre sind seit der Übergabe der Tora vergangen, die Welt hat sich seitdem verändert, denken wir nur an die industrielle und technologische Revolution.

Staatsgesetze werden von Menschen verfasst. Der Mensch besitzt nur eine Kurzsicht auf unsere Realität. Im Gegenteil dazu wurde die Tora von G’tt übergeben. G’tt ist nicht von einer bestimmten Zeit abhängig und kann deshalb die Vergangenheit genauso wie die Zukunft verstehen. Er kennt die Regeln der Schöpfung und die Folgen aller Regeln, die er in unseren Hände durch die Gebote gegeben hat. Das Ziel der Tora und der Gebote ist es, jedem Menschen ein passendes Regelwerk zu geben, um ein vollkommenes moralisches Verhalten in der Welt zu ermöglichen. Durch das Lernen der Tora können wir die moralische Tiefe hinter jedem Gebot und Verbot entdecken. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, die Tora an die technologische Entwicklung anzupassen, sondern darin zu prüfen, ob diese Technologien entsprechend der Tora umgesetzt werden können, ohne die Moral der Welt dabei zu verletzen.

Die Tora ist aktuell. Selbst wenn es Bewegungen gibt, die sagen, dass nicht die Details ausschlaggebend sein sollen, werden wir immer auf der Seite der Tora sein. Nur durch das Lernen der mündlichen Lehre wird die Eigenartigkeit der Tora als G’ttes Geschenk bewahrt. Ein Geschenk, das es uns ermöglicht, unser Leben an die höhere Moral anzupassen. Wie es der Rambam in seinen Glaubensprinzipien formuliert hat: Ich glaube mit voller Überzeugung, dass diese Tora, wie wir sie jetzt besitzen, die gleiche ist, die Mosche übergeben wurde. Ich glaube mit voller Überzeugung, dass diese Tora unverwechselbar ist und dass es nie eine andere Lehre vom Schöpfer her, gepriesen sei sein Name, geben wird.



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