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Schabbat Schira / Der Schabbat des Lobliedes

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Die Tage von Schowawim

Diese Woche haben die Schowawim-Tage begonnen. Lesen Sie unseren ausführlichen Beitrag dazu.
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Die Tefila und ihr Ursprung

Beiträge zum Thema „Tefila“.
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Und selbstverständlich auch gutes Essen!

Und selbstverständlich auch gutes Essen! (Raw Lam zu Sukkot 5765)

Wieso wird diese Jahreszeit die „Zeit unserer Freude“ genannt? Was ist freudig daran, in einer wackligen Hütte für sieben oder acht Tage zu sitzen und der Kälte zu trotzen? Wenn dies in einer Reisezeitschrift als Familienferien angeboten würde, mit den Bildern einer überfüllten Sukka – ich glaube nicht, dass viele Leute sich darum reissen würden. Die meisten würden eine luxuriöse Umgebung vorziehen, Sprudelbad, Tennis und viele Attraktionen für Kinder jeden Alters. Und doch: Man sagt uns, wir sollen in die Sukkah gehen und glücklich sein.

Eine Mischna in Pirke Avot [6:4] macht eine merkwürdige Aussage: „Das ist der Weg der Torah: Brot mit Salz essen, Wasser mit Mass trinken, auf der Erde schlafen, ein kümmerliches Leben fristen und sich mit der Torah beschäftigen; wenn du so tust, wirst du glücklich sein und es wird gut für dich sein. Glücklich wirst du auf dieser Welt sein und gut wird es für dich in der kommenden Welt sein!“

Fragen! 1) Seit wann ist eine Verpflichtung arm zu sein eine Vorbedingung für das Torahlernen? 2) Wieso verspricht die Mischna Glück auf dieser Welt? Wir können uns vorstellen, dass ein Mensch sich durch Selbstverleugnung eine gewisse höhere Stellung in der kommenden Welt erwerben kann, aber wie passt das zum Versprechen für sofortiges Glück?

Rav Simcha Sissel, der „Alte von Chelm“, weist auf die Schlüsselstelle hin, die auf den wahren Inhalt dieses Abschnittes hindeutet: Die Worte „wenn du so tust“ sind wichtig. Armut als Lebensweg ist nicht das, was die Torah befürwortet. Diese Mischna meint, dass die Torah der Weg zum höchsten Glück ist – auch wenn die Lebensumstände schwieriger nicht sein könnten. Dies kann man nur erkennen, „wenn du so tust“. Mit dem oberflächlichen Blick eines Aussenstehenden hat man keine Ahnung vom Innenleben eines Menschen.

Früh am Morgen bemerkte ich einmal meinem Studienpartner gegenüber, wie erstaunlich es doch sei, dass der Wilnaer Gaon nur zwei Stunden Schlaf während vierundzwanzig Stunden benötigte. Wie schaffte er das nur? Mein Freund korrigierte mich und meinen falschen Blick auf die Sachlage: „Es stimmt nicht, dass er nur zwei Stunden schlief. Er litt keinesfalls unter Schlafmangel. Er war zweiundzwanzig Stunden im Tag ins Torahlernen vertieft! Die Freude an den Mizwot (Geboten) füllte seine wachen Stunden.“

Wenn jemand beim Autofahren müde ist, gibt man ihm den guten Rat, etwas zu essen oder zu trinken. Nur sehr selten schläft ein Mensch beim Glace-Schlecken ein. Für den Wilnaer Gaon, war es, als ob er den ganzen Tag Speiseeis genoss und diese Labsal ersetzte den Wunsch nach Schlaf. Geh’ jetzt und erklär dies jemandem, der sich nie auf dieser Stufe des Torahlernens befand. Das ist der Hintergedanke dieser Mischna!

Zwischen „Glück“ und „Spass“ gibt es einen grossen Unterschied. Wenn wir bei einem Fussballspiel mit der Menge mitschreien oder eine steile Stelle auf der Achterbahn hinuntersausen, kann man von diesem Augenblick sagen: „Wir haben Spass“. Aber sind wir glücklich? Wenn wir hinten in ein Flugzeug hineingequetscht, bei einem Flug für 10 ½ Stunden an ein Fenster gepresst werden und dann noch die Mitteilung erhalten, dass für uns kein koscheres Essen bereitgestellt wurde, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass wir „Spass“ haben. Wenn wir uns in dieser „Sardinenbüchse“ jedoch gewahr sind, dass wir in wenigen Stunden im Heiligen Land und kurze Zeit später an der Klagemauer sein werden, dass wir – obwohl wir keinen Spass haben – jede Minute unserem Ziel näher kommen, dann können wir sehr wohl ein Glücksgefühl empfinden. Es ist jedoch klar, dass eine Sukkah – genau wie eine Flugreise – nicht auch ein bisschen Fussraum bieten darf und selbstverständlich auch gutes Essen!



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