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Der Monat Cheschwan / Mar-Cheschwan / Bul

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Wir stehen im Jahr 5779. Vor 4123 Jahren, im Jahre 1656, begann in diesem Monat der Mabul (die Sintflut).

Cheschwan ist der zweite Monat des neuen Jahres, wird aber in der Thora der achte genannt, weil man mit Nissan zu zählen anfängt. Dieser Monat wird im Tanach "Bul" genannt. Im ersten Buch der Könige (Melachim I, 6:38) heisst es: "Und im elften Jahre, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus (der Tempel) fertig..."

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Das persönliche Allerheiligste

Das persönliche Allerheiligste (Raw Wein zu Jom Kippur 5768)

Das Hauptthema von Jom Kippur ist natürlich Teschuwa (Umkehr) und himmlische Vergebung. Dies kommt auch in der Gebetsordnung an diesem Tag zum Ausdruck. Das Bekennen unserer Sünden und Fehler und unser Versprechen, uns zu bessern, sind ein nicht weg zu denkender Teil der Gebete dieses heiligen Tages.

Und doch, es gibt eine andere, subtilere, nicht so offensichtliche Idee, welche die Gebete von Jom Kippur prägt. Das ist die Erinnerung an die Geschichte des jüdischen Volkes, an unsere bisherigen Leiden und Triumphe und an unsere Fähigkeit, alles zu ertragen, zu überleben und am Leben zu bleiben.
In den aschkenasischen Liturgien wird die Awoda (der Dienst) des Kohen Gadol (Hohenpriesters) im Tempel in den Musaf-Gebeten nacherzählt. Basierend auf talmudischen Quellen und Beschreibungen dieses Dienstes, die im Traktat Juma stehen, haben die Poeten Israels einen Teppich gewoben, der dem Betenden – obwohl viele Jahrhunderte und Kontinente vom Tempel entfernt lebend – ein Gefühl der unmittelbaren Nähe vermittelt, als ob er – sogar heute – an diesen Momenten geistiger Erhabenheit teilnimmt.

In unseren Synagogen bücken wir uns und werfen uns vor Haschem nieder, wie es unsere Vorfahren vor vielen Jahren im Hof des Tempels taten. Wir sind mit ihnen in diesem Moment eins. Ich wage zu sagen, dass die Musaf Gebete am Jom Kippur und die Beschreibung des Dienstes im Tempel eine gleich grosse Rolle spielen wie die Kinot am Tischa Be’Aw und die täglichen Gebete über das Land Israel, um den jüdischen Traum der Rückkehr nach Zion lebendig und echt zu erhalten. Für denjenigen, der diese Gebete studiert und vorträgt, werden Hohenpriester und Tempel echt und lebendig in der innersten Seele.

Das Kol Nidrei Gebet, mit dem das Abendgebet des Jom Kippur beginnt, ruft in uns die Erinnerung an die konvertierten Juden der spanischen und portugiesischen Inquisition und Vertreibung hervor. In diesem Gebet sagen wir aus, dass es uns erlaubt ist, zusammen mit all den Jehudim zu beten, die gesündigt haben oder sogar gänzlich vom jüdischen Weg abgewichen sind. Wir erinnern uns an alle dunkeln Zeiten des jüdischen Lebens während unseres langen Exils – die Verfolgungen und erzwungenen Übertritte, die Autodafés (Voll- streckung der Urteile der Inquisition) und die geheimen Juden, die gezwungen waren, ihrem Glauben im Versteckten, in dunklen und feuchten Kellern nachzugehen. Jom Kippur kommt und erinnert uns, nie einen Jehudi aufzugeben. Es wird noch eine Generation geben, eine Generation der Rückkehr und der Verjüngung.

Jom Kippur erinnert mich an Dona Garcia Beatrice Mendez und Rabbi Menasche ben Jisrael. Beide wurden als Christen getauft, als sie noch Kleinkinder waren und trotzdem wurden beide Führer in Israel und grosse Verteidiger der Juden und des Judentums. Kol Nidrei erinnert mich an die russischen Juden unserer Zeit, die aus dem Atheismus und der Verfolgung Stalins und seiner Kohorten emporgestiegen sind, um ihrem Jüdisch-Sein neue Geltung zu verschaffen und heim zu kehren ins Land Israel. Ihre Vorfahren hatten vielleicht gegen das Judentum rebelliert, in ihrem Eifer eine neue mutige Welt zu bauen, doch sie sind zurückgekehrt um zu helfen, den starken und wachsenden jüdischen Staat aufzubauen.

In den aschkenasischen Selichot von Musaf am Jom Kippur, lesen wir über die zehn jüdischen Märtyrer in römischen Zeiten. Detailliert werden uns die grausame Hinrichtung und der Märtyrertod von Rabbi Akiwa und seinen Gefährten beschrieben. Die jüdische Welt besteht immer noch auf den Worten, Taten und Werten dieser grossen Leute. Rabbi Akiwa lebt immer noch zwischen dem jüdischen Volk. Und die Gebete am Jom Kippur haben einen Anteil an der Erhaltung seines Andenkens und lassen die Flamme der Inspiration brennen, die er vor ca. 19 Jahrhunderten anzündete.

Doch jenes Selicha-Gebet bestätigt auch die Hartnäckigkeit des jüdischen Geistes und das Ausmass unserer Entschlossenheit. Eigentlich erklären wir am heiligsten Tag des jüdischen Jahres, dass das jüdische Volk weiterlebt und vorhat, dies auch in Zukunft zu tun, egal was die Schwierigkeiten, Probleme und Tragödien sein mögen, die es jetzt duldet und in Zukunft zu erdulden haben wird.

Es ist die Erinnerung an Rabbi Akiwa, an das jüdischen Märtyrertum während den Jahren, an den Holocaust in unserer Zeit, an die Selbstmordattentate, unter denen wir jetzt leiden, die Jehudim die Kraft geben, die Gebete am Jom Kippur mit dem zuversichtlichen Ausruf zu beenden: "Nächstes Jahr im wieder aufgebauten Jerusalem!" Es ist diese subtile Erzählung der jüdischen Geschichte, die in die Gebete von Jom Kippur eingewoben ist, die ihnen ihre Majestät und Bedeutung gibt.

Mögen die Brachot des Jom Kippur sich durch das ganze neue gesegnete Jahr hindurch auf uns erstrecken.

Obwohl unsere Gebete und Gedanken am Jom Kippur himmelwärts gerichtet sind, muss der richtige Jom Kippur in uns selbst stattfinden. Es ist viel einfacher, unsere Sünden und Fehler einem unsichtbaren G’tt zu beichten, als sie ehrlich uns selber zu gestehen. Die Torah lehrt uns, dass der Hohenpriester das Allerheiligste des Tempels am Jom Kippur betrat. Der Talmud nennt diesen Eintritt des Kohen Gadol, einen Eintritt "Lifnai u'lifnim." Dieser Ausdruck bedeutet, hineingehen tief nach innen. Die Gedolim des Talmuds bezogen sich nicht nur auf den körperlichen Eintritt in das Zimmer des Allerheiligsten, sondern meinten auch unseren Eintritt in die innersten Zimmer unseres Herzens, unserer Gedanken und Seele. Allen wird geheissen, am Jom Kippur "Lifnai u'lifnim" einzutreten. Denn ohne ehrliche Selbstprüfung und wahre Hingabe zur Selbstverbesserung, wird Jom Kippur, G’tt behüte, eine sinnlose Übung, wenn nicht sogar eine bedeutungslose Scharade. Vor dem warnt uns der Prophet Jeschaja in der Haftarah, die wir am Morgen des Jom Kippur lesen: "Ist dies der Fasttag, den Ich von euch verlangte? Dass ihr eure Köpfe beugt wie Schilf oder dass ihr an eure Brust schlägt mit eurer Faust?"

All diese öffentliche Zerknirschung ist jedoch bedeutungslos, wenn sie nicht mit der ehrlichen Bereitschaft einhergeht, sich zu bessern, sein Verhalten gegenüber G“tt und Menschen mit seinem Glauben und seiner Selbst-Analyse in Einklang zu bringen.

Jom Kippur gibt uns die Gelegenheit zu einem solch tiefen Einblick in uns selber. Es ist ein Tag der Abstinenz von Essen und Trinken und von anderen körperlichen Aktivitäten. Es ist eine Flucht vor dem Stress und dem Druck unseres tagtäglichen Lebens und vor den Problemen und der Frustration die damit zusammenhängen. Wir sorgen uns immer um andere - Familie, Freunde, Bne Israel, die Welt, die Wirtschaft, etc. Jom Kippur gibt uns die Gelegenheit, sich um uns selbst zu kümmern und sich mit uns selbst zu beschäftigen – nicht in einer egoistischen, sondern in einer sinnvollen und positiven Art und Weise. Es ist der eine Tag im Jahr, wenn wir tief in uns schauen können und Bedeutung und Ziel in unserer Existenz finden können.

Dies ist nicht einfach. Es ist sehr gut möglich, dass dies nicht in einem Tag erreicht werden kann – sogar wenn dieser Tag Jom Kippur ist. Doch wenigstens rückt Jom Kippur die Notwendigkeit in den Mittelpunkt, dass wir versuchen müssen, uns selbst zu ergründen, um unserem Leben mehr Bedeutung und Klarheit zu geben.

Der Prophet Jeschaja beschreibt, dass schlechte Leute, im stürmischen Meer ihrer Wünsche und Frustrationen herum gewirbelt werden. Haschem will, dass wir in den ruhigen Wassern der Gelassenheit und Verpflichtung, des Glaubens und heiligem Benehmens segeln.

Der Tag von Jom Kippur kann den Beginn dieser Reise von Ruhe und g’ttlichem Zweck sein. Der Tag sollte nicht nur mit äusserlichen Zeichen der Frömmigkeit und Zerknirschung vergeudet werden. Vielmehr sollte er uns veranlassen, unser Innerstes anzurühren, uns zu verbessern, der Tag von Teschuwa und Erneuerung sein, der Absicht von Haschem entsprechend.


Gemar Chatima towa.



Rav Frand, Copyright © 2007 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

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Rabbiner Samson Raphael Hirsch

Rabbiner Samson Raphael Hirsch

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Rabbiner Samson (ben) Raphael Hirsch (20. Juni 1808 – 31. Dezember 1888 / 25. Siwan 5568 - 27. Tewet 5649) war der intellektuelle Gründer der Haschkafa (Philosophie) „Torah im Derech Erez" (Torah mit weltlicher Beschäftigung verbunden) des Orthodoxen Judentums, manchmal Neo-Orthodoxie (moderne Orthodoxie) genannt. Seine Philosophie, zusammen mit derer von Rabbiner Esriel Hildesheimer, hatte einen grossen Einfluss au f die Entwicklung des Orthodoxen Judentums in Deutschland im 19. Jahrhundert.


Frühe Jahre und Erziehung

Rabbiner Hirsch wurde in Hamburg, Deutschland geboren. Sein Vater Raphael, der seinen Familiennamen Frankfurter zu Hirsch abgeändert hatte, obwohl ein Kaufmann in seinem Beruf, verbrachte viel Zeit mit dem Torah-Studium. Sein Grossvater, Mendel Frankfurter, war der Gründer der Talmud Torah (Jüdische Religionsschule) in Hamburg und nicht-bezahlter Hilfsrabbiner der benachbarten Gemeinde Altona. Sein Grossonkel, Löb Frankfurter, war der Verfasser mehrerer Werke, unter anderem ein Torah-Kommentar namens „Harechasim le-Bik'ah". Rabbiner Hirsch war ein Schüler des Chacham Jizchak Bernays, und die biblische und talmudische Ausbildung, die er erhielt, zusammen mit dem Einfluss seines Lehrers, führte ihn zum Entschluss, kein Kaufmann zu werden, so wie es sich seine Eltern wünschten, sondern eine Rabbinerlaufbahn zu wählen. Um diesen Plan zu realisieren, studierte er Talmud von 1823 bis 1829 in Mannheim unter Rabbiner Jakob Ettlinger. Dann ging er für kurze Zeit an die Universität von Bonn, wo er gemeinsam mit seinem späteren Gegner, dem späteren Leiter der Reformbewegung, Abraham Geiger, studierte.


Oldenburg

Im Jahre 1830 wurde Samson Raphael Hirsch zum Landesrabbiner von Oldenburg gewählt. Während dieser Zeit schrieb er das Werk „Die Neunzehn Briefe über das Judentum", welches unter dem Pseudonym „Ben Usiel" in Altona im Jahr 1836 erschien. Dieses Werk hinterliess einen tiefen Eindruck in den deutsch-jüdischen Kreisen, weil es neuartig war – eine brillante, intellektuelle Präsentation des Orthodoxen Judentums im klassischen Deutsch und eine unerschrockene, unnachgiebige Verteidigung aller seiner Einrichtungen und Gesetze.

Heinrich Graetz war von den Neunzehn Briefen so beeindruckt, dass er 1837 nach Oldenburg zu Besuch kam und drei Jahre bei Hirsch verbrachte, um seine jüdische Erziehung zu vervollständigen. Später widmete er sein Buch „Gnostizismus und Judentum" (1846) dem „unvergesslichen Lehrer" Hirsch.

Im Jahr 1838 brachte Rabbiner Hirsch, als einen notwendigen Begleiter seiner Briefe, den „Choreb", oder „Versuche über Jissroels Pflichten in der Zerstreuung" heraus, welches ein Textbuch über das Judentum für die gebildete jüdische Jugend ist. Eigentlich schrieb er Choreb zuerst, aber seine Herausgeber bezweifelten, dass ein Werk, welches das traditionelle Judentum verteidigte, sich zu jener Zeit gut verkaufen würde, in der die von ihm kritisierte Reform dermassen beliebt war.

Im Jahr 1839 veröffentlichte er den Aufsatz „Erste Mitteilungen aus Naftalis Briefwechsel", der sich gegen Samuel Holdheim und andere Befürworter der Reformen im Judentum richteten, und 1844 legte er „Zweite Mitteilungen aus einem Briefwechsel über die Neuste Jüdische Literatur" nach, womit er ebenfalls die Reformbewegung scharf attackierte.


Emden

1841 zog Rabbiner Hirsch nach Emden, da er dort als Rabbiner der jüdischen Gemeinde Aurich und als zweiter Landesrabbiner des Landesrabbinates Emden gewählt wurde. Während seiner fünfjährigen Tätigkeit in Emden war er sehr mit kommunaler Arbeit beschäftigt und hatte daher wenig Zeit zum Schreiben. Er gründete eine Sekundarschule mit einem Lehrplan für Jüdische Studien sowie auch profane Fächer. Zum ersten Mal wandte er somit sein Prinzip „Torah im Derech Erez" in der Praxis an.

Im Jahre 1843, bewarb sich Rabbiner Hirsch für den Posten als Oberrabbiner des Britischen Königreichs. Von 13 Mitbewerbern, die meisten aus Deutschland, wurde er zu den vier Favoriten neben Nathan Marcus Adler, Hirsch Hirschfeld und Benjamin Hirsch Auerbach gezählt. Adler bekam den Posten am 1. Dezember 1844. Mit 135 Gemeinden, die je eine Stimme hatten, erhielt Adler 121 Stimmen, Hirschfeld 12 und Hirsch 2.


Nikolsburg

Im Jahre 1846 wurde Rabbiner Hirsch nach Nikolsburg als Lan desrabbiner von Mähren berufen, und 1847 wurde er auch Oberrabbiner von Moravia und dem österreichischen Schlesien. In Mähren und Österreich verbrachte er fünf Jahre mit der Reorganisation der jüdischen Gemeinden und der Lehre vieler Schüler. Er war auch, in seiner offiziellen Position als Oberrabbiner, Mitglied des mährischen Landtags, wo er für mehr Zivilrechte für die Juden in Mähren kämpfte. 
In Nikolsburg beteiligte sich Rabbiner Hirsch während der Märzrevolution von 1848 tatkräftig am Kampf für die Emanzipation der österreichischen und mährischen Juden. Nach der Revolution wurde er einstimmig zum Vorsitzenden des Ausschusses für bürgerliche und politische Rechte der Juden in Mähren gewählt. In Nikolsburg entwarf er auch eine Verfassung für eine zentrale, jüdische Behörde für ganz Mähren.

In Mähren hatte Rabbiner Hirsch eine schwere Zeit, zumal er einerseits viel Kritik von den Reformern erntete und andererseits von traditionellen Orthodoxen angegriffen wurde, die einige seiner Reformen zu radikal fanden.


Frankfurt am Main

1851 erhielt Hirsch die Berufung als Rabbiner der orthodoxen Israelitischen Religions-Gesellschaft in Frankfurt am Main. Diese Gruppe, auch unter dem Namen IRG bekannt, trennte sich als „Austrittsgemeinde" von der sowohl die Liberalen als auch die Orthodoxen umfassenden „Einheitsgemeinde". Dieses Amt übte er 37 Jahre bis zu seinem Tode aus. Unter seiner Leitung wurde sie zu einer grossen Gemeinde von rund 500 Familien.

Sein erzieherisches Ideal bezog Hirsch aus den Sprüchen der Väter, mit dem Zitat von Rabban Gamliel, Sohn des Rabbi Jehuda Hanassi [Pirkej Awot 2:2]: Schön ist das Studium der Tora zusammen mit „Derech Erez", d.h. Torah gemeinsam mit durch weltliche Studien erlernter irdischer Beschäftigung. Der ideale Jude, der Jissroel-Mensch, ein von ihm geprägter Begriff, war seiner Meinung nach „ein aufgeklärter Jude, welcher alle Ge- und Verbote beachtet". Dieses Ideal suchte Hirsch in den drei von ihm gegründeten Schulen zu verwirklichen: einer Primarschule, einer Sekundarschule und einer Mittelschule für Mädchen. Hier wurden neben den jüdischen Fächern auch beispielsweise Deutsch, Mathematik und Geografie unterrichtet.

Dieser Plan einer erweiterten Schulbildung brachte Hirsch in Konflikt mit dem orthodoxen Rabbiner Seligmann Bär Bamberger, war aber auch eine Reaktion auf die von Vertretern der Reformbewegung geleitete Schule Philanthropin in Frankfurt. Die an der Philanthropin im 19. Jahrhundert tätigen Lehrer vertraten eine religiö se Reformbewegung, die die Ritualgesetze nicht mehr als bindend betrachtete und die weit über Frankfurt hinaus wirkte. Es gelang ihnen 1844, den liberalen Rabbiner Leopold Stein zu engagieren, worauf der Oberrabbiner Trier sein Amt niederlegte. Dies führte zur Gründung der orthodoxen Israelitischen Religions-Gesellschaft, die mit finanzieller Hilfe der Familie Rothschild eine eigene Synagoge und Schule erbaute. Sie entstanden 1851 auf dem Grundstück einer Steinmetzwerkstatt Ecke Rechneigrabenstraße/Schützenstraße. In diesem Jahr wurde auch S. R. Hirsch als Rabbiner dieser neuen Gemeinde berufen.

Rabbiner S.R. Hirsch war somit der Begründer der Neo-Orthodoxie, die auch Frankfurter Orthodoxie genannt wird und vom britischen Oberrabbiner Nathan Marcus Adler und dessen Sohn Hermann Adler im England des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde. 

Die simultane Existenz in zwei Welt-Räumen, in einer sakral durchdrungenen und einer profanen Welt, erlaubte den Anhängern der Neo-Orthodoxie, neben der Einhaltung aller Gebote, sich auch mit allgemeinen profanen Fächern zu befassen. Dabei mussten sie nicht fürchten, sich dem Glauben zu entfremden.

Rabbiner Hirsch gründete und editierte ebenfalls das monatliche Magazin „Jeschurun" (1855-70, neue Serien, 1882 ff.). Die meisten Seiten von Jeschurun wurden von ihm selbst verfasst.

1854 veröffentlichte Hirsch die Schrift „Die Religion im Bunde mit dem Fortschritt", in der er das Argument der Reformbewegung bestritt, wonach die Verbindung von traditionellem Judentum und einer weltlichen Erziehung unmöglich sei. Er selbst erkannte das Bedürfnis einer äußerlichen Anpassung des Judentums an die Bedürfnisse der Zeit an, widersetzte sich jedoch einem grundsätzlichen Wandel jüdischer Glaubensgrundsätze oder Änderungen bezüglich der Einhaltung der jüdischen Gesetze. Nach seiner Ansicht brauchte nicht das Judentum eine Reform, sondern gewissermassen die Juden selbst, um in der damaligen Umwelt als gesetzestreue Juden bestehen zu können. Die Juden benötigten keinen „Fortschritt" (das Schlagwort der Reformer), sondern „Erhöhung".

Samson Raphael Hirsch führte einige Änderungen in der Liturgie ein, wie zum Beispiel einen Männerchor unter der Leitung eines professionellen Dirigenten, die Teilnahme der Gemeinde an den Gesängen, und zweimal monatlich eine Predigt in der „nationalen Kultursprache" Deutsch. Gleichzeitig verteidigte er jedoch die hebräische Sprache als einzig angemessene Sprache für das Gebet und den Unterricht in jüdischen Fächern. Hätten unsere Vorfahren, so argumentierte er, ihre Gebete in der Sprache der umliegenden Völker geschrieben, wären sie uns jetzt unverständlich; so war für ihn die hebräische Sprache ein wichtiges Verbindungsglied unter den Juden in der Diaspora. Obwohl er zugab, dass die mittelalterlichen Pijutim nur schwer verständlich und dem modernen Geist fremd waren, schien es ihm nicht angebracht, sie aus dem Gebetbuch zu entfernen.


Der Konflikt um das Austritts-Gesetz

Im Jahre 1876 brachte Edward Lasker (ein jüdischer Parlamentarier im Preussischen Landtag) ein „Austrittsgesetz" ein, welches Juden erlaubte, sich von einer religiösen Gemeinde zu trennen, ohne ihren religiösen Status zu ändern. Das Gesetz trat am 28. Juli 1876 in Kraft. Infolge dieses neuen Gesetzes kam der Konflikt auf, ob nach jüdischem Gesetz ein „Austritt" wünschenswert sei. Rabbiner Hirsch war der Ansicht, dass dies notwendig sei, obwohl es ein Erscheinen vor Gericht implizierte und öffentlich die Missbilligung der Reform-dominierten Grossgemeinde propagierte. Sein Zeitgenosse, Raw Jizchak Dov Bamberger, Rabbiner von Würzburg, argumentierte, dass solange die Grossgemeinde rituelle Ordnungen in der Synagoge nicht wesentlich abändere, soweit es von den Orthodoxen akzeptiert werden könne, ein Austritt nicht nötig sei.


Letzte Jahre

Während der letzten Jahre seines Lebens, brachte Hirsch all seine Mühe für die Gründung der „Freien Vereinigung für die Interessen des Orthodoxen Judentums" auf, ein Verein von unabhängigen Jüdischen Gemeinden. Rund 30 Jahre nach seinem Tod wurde diese Organisation als Model für die Gründung der internationalen orthodoxen „Agudat Jisrael"-Bewegung genutzt. Rabbiner Hirsch, der  gegen den politischen Zionismus eintrat, offenbarte unabhängig davon eine grosse Liebe für Erez Jisrael, welche auch wiederholt aus seinen Schriften hervorgeht.

Wie aus den Erzählungen seiner Familie hervorgeht, erkrankte Hirsch während seiner Amtszeit in Emden an Malaria, die ihn bis zum Ende seines Lebens mit fieberhaften Episoden plagte.

Rabbiner Samson Rafael Hirsch starb 1888 in Frankfurt am Main und wurde dort beerdigt.


Der Retter des deutschen Judentums

S.R. Hirschs Bedeutung als religiöser und geistiger Führer sowie sein weit reichender Einfluss als Prediger und Lehrer, Organisator und Schriftsteller, machten ihn zum Vordenker der Neo-Orthodoxie in deren Auseinandersetzung mit dem liberalen Reform-Judentum. Obwohl er die halachischen Grundsätze strikt befürwortete, war Hirsch stets bestrebt, die politischen und kulturellen Gegebenheiten des modernen Lebens mit dem Judentum in Einklang zu bringen. Seine Sicht des Judentums war für ihn keine philosophische Spekulation, sondern eine Erklärung der Off enbarung am Sinai. Obwohl seine Ideen von vielen Vertretern des deutschen Reform-Judentums bekämpft wurden, gewann er durch seine persönlichen Qualitäten Respekt und Einfluss.

Sein weit reichender Blick rettete das deutsche Judentum vor der totalen Assimilation, das infolge des Umhergreifens der Reform vor dem Untergang stand. Er wurde auch von verschiedenen religiösen, speziell nach dem osteuropäischen Model ausgerichteten Kreisen nicht ganz verstanden. Doch die Geschichte gab ihm Recht. Das deutsche Judentum war nur mit seinem Model zu retten.


Die Werke Rabbiner Hirschs

1) „Die Neunzehn Briefe über das Judentum", unter dem Pseudonym „Ben Usiel", Altona, 1836. 
2) „Choreb", oder „Versuche über Jissroels Pflichten in der Zerstreuung, Altona, 1838.  
3) Broschüre „Erste Mitteilungen aus Naftalis Briefwechsel", Altona,1839.
4) Broschüre: "Jüdische Anmerkungen zu den Bemerkungen eines Protestanten", Emden, 1841.
5) Broschüre „Zweite Mitteilungen aus einem Briefwechsel über die Neuste Jüdische Literatur",  Emden,1844.
6) Broschüre: "Die Religion im Bunde mit dem Fortschritt, Frankfurt am Main, 1854.
7) "Übersetzung und Erklärung des Pentateuchs,", 5 Bänder 1867-78 (Rabbiner Hirschs innovativer und eindrucksvoller Torah-Kommentar).
8) Broschüren während der „Austritts"- Debatte:
- "Das Prinzip der Gewissensfreiheit," 1874; 
- "Der Austritt aus der Gemeinde," 1876 
9) "Übersetzung und Erklärung der Psalmen", 1882
10) "Über die Beziehungen des Talmuds zum Judentum", 1884 (eine Verteidigung der Talmudischen Literatur gegen antisemitische Beschimpfungen in Russland)
11) "Haggadah schel Pessach - Übersetzung und Erklärung"
12) Er hinterliess ein Manuskript, welches eine Erklärung und Übersetzung des Siddurs (Gebetbuch) war, das später publiziert wurde. 
13) Die Veröffentlichung seiner „Gesammelten Schriften" oder „Nachalat Zwi" in mehreren Druckschriften begann 1902.

Die meisten Schriften von Rabbiner Hirsch wurden von seinen Nachkommen ins Englische und Hebräische übersetzt, beginnend mit „Choreb" in den 1950'er Jahren von Dajan Isidore Grunfeld aus London sowie sein Torah-Kommentar in den 1960'er Jahren von seinem Enkelsohn Jitzchak Levi, ebenfalls aus London. Das meiste von seinen „Gesammelten Schriften", welche zuerst in Deutsch im Jahre 1902-1912 unter den Titel „Nachalat Zwi" erschien, wurde während den 1980'er und 1990'er Jahren in Erinnerung an seinen Enkelsohn, Rabbiner Joseph Breuer, übersetzt.

Die 26 Geschlechter von Adam bis Mosche

Die 26 Geschlechter von Adam bis Mosche

 

Generation
Hebräischer Name Name Geboren im Jahre
Gestorben im Jahre
Alter Alter des Vaters bei Geburt
1 אדם Adam 1 930 930
2 שת
Scheth 130 1042 912 130
3 אנוש Enosch 235 1140 905 105
4 קנין Keenan 325 1235 910 90
5 מהללאל Mahalalel 395 1290 895 70
6 ירד
Jered 460 1422 962 65
7 חנוך Chanoch 622 987 365 162
8 מתושלח Metuschelach 687 1656 969 65
9 למך Lemech 874 1651 777 162
10 נח Noach 1056 2006 950 182
11 שם Schem 1558 2158 600 502
12 ארפכשד Arpachschad 1658 2096 438 100
13 שלח
Schelach 1693 2126 433 35
14 עבר Ewer 1723 2187 464 30
15 פלג Peleg 1757 1996 239 34
16 רעו Re'u 1787 2026 239 30
17 שרוג Serug 1819 2049 230 32
18 נחור Nachor 1849 1997 148 30
19 תרח
Terach 1878 2083 205 29
20 אברהם Awraham 1948 2123 175 70
21 יצחק Jizchak 2048 2228 180 100
22 יעקב Jaakow 2108 2255 147 60
23 לוי Levi 2194 2331 137 86
24 קהת Kehath

133
25 עמרם Amram

137
26 משה Mosche 2368 2488 120







"Schechita und Kaschrut" – Juedischer Standpunkt zum Schlachten von Tieren

"Schechita und Kaschrut" – Juedischer Standpunkt zum Schlachten von Tieren

schechita-und-kaschrut von Rabbiner Dr. med. Vet. Israel M. Levinger, erschienen in:
Halacha und Gesellschaft - Aspekte religiösen Lebens. -
Potsdam : Univ.-Verl., 2007. - 195 S. (PaRDeS ; 13)
ISSN 1614-6492
ISBN 978-3-939469-80-3
URN: urn:nbn:de:kobv:517-opus-15447
zugleich in Printform erschienen im Universitätsverlag Potsdam.

Thora und Wissenschaft

Thora im Licht der Erkenntnisse der modernen Medizin



Dieses Büchlein können Sie über uns bestellen. Siehe unter Jüfo -> Bücherladen.

 

Der Zeitpunkt, zu welchem die Entwicklung des Blutgerinnungs­faktors beim Neugeborenen abgeschlossen ist

modmedicineEines der Gebote der Thora, das im Jüdischen Volk am weitesten verbreitet ist, ist die Mizwah, also das Gebot, der Beschneidung, genannt Brit Mila. Die mündliche Überlieferung, der Talmud, versichert uns, dass dieses Gebot zu allen Zeiten von unserem Volke mit Freude ausgeführt werden wird, auch zu Zeiten, da ein grosser Teil unseres Volkes den Geboten der Thora nicht nachleben wird.

Es ist faszinierend zu sehen, wie sich diese Versicherung des Talmud in vollem Ausmasse bis in unsere Zeit -zweitausend Jahre später- bewahrheitet hat. Die folgende Begebenheit datiert zurück zur Zeit des Eisernen Vorhangs.
Ein Mohel, eben ein Mann, der Beschneidungen vornimmt, erzählte folgende Geschichte, die sich in Moskau abgespielt hatte:
“Eines Tages hielt ein Wagen der Geheimpolizei vor meinem Hause. Ein Beamter der KGB stand vor der Tür und befahl in barschem Ton “Pack deine ’Sachen’ ein!“. Ich verstand, dass er damit meine Utensilien für die Brit Mila meinte und wusste, woran ich war. Ich nahm deshalb auch meinen Talit und meinen weissen ’Kittel’ von Jom Kippur mit, damit man mich darin begraben solle.

Er verband meine Augen und setzte mich in den Wagen. Ich konnte feststellen, dass die Fahrt kreuz und quer durch Moskau ging. Ich hatte keine Ahnung, wo ich mich befand. Als endlich angehalten wurde, führte er mich, immer noch mit verbundenen Augen, in ein Haus. Es ging einen Korridor entlang und dann in ein Zimmer. Nun nahm er mir die Augenbinde ab. Ich befand mich in einem Raum, in welchem eine Mutter, mit ihrem Kleinkind auf den Knien, auf einem Stuhl sass. Der KGB-Beamte wandte sich zu mir: “Mach deine Arbeit!” Ich vollzog die Mila an dem Kind. Der Geheimpolizist, der Vater des Kindes, steckte mir eine Flasche Wodka in die Hand, verband meine Augen wieder und führte mich zurück zum Wagen. Es ging wiederum im Zickzack durch die Strassen Moskaus, bis er mir die Augenbinde erneut abnahm und ich mich wieder vor meinem Hause befand.”

Dieses Gebot steht mit folgendem Wortlaut in der Thora: “...und am achten Tage soll er an dem Fleische seiner Vorhaut beschnitten werden.” (Leviticus Kap. 12, Verse 2 u. 3)

Die Thora befiehlt nicht, das Kind sofort in den ersten Tagen nach seiner Geburt zu beschneiden. Sie befiehlt auch nicht, dies nach dem achten Tage zu tun. Sondern: “und am achten Tage soll er an dem Fleische seiner Vorhaut beschnitten werden. Genau am achten Tage.

Es versteht sich, dass wir uns nicht anmassen können, mit unserem begrenzten Verstand die ganze Tiefe des Grundes zu erfassen, warum die Thora uns die Mizwah genau so gegeben hat. Es ist aber angebracht, sich den erstaunlichen Zusammenhang zwischen der neueren Erkenntnis der Medizin-Wissenschaft und der Vorschrift, die Mila genau am achten Tage vorzunehmen, vor Augen zu führen.
Wir wollen die Worte eines Aufsatzes “Fragen der Blutgerinnung und Blutung beim Neugeborenen” von Dr. Ajala Abramov zitieren. (Assja, Band 3, Seite 384):
“Der Vorgang der Blutgerinnung ist abhängig von der Gruppe der Albumine, die in der Leber gebildet und Gerinnungsauslöser oder Gerinnungsfaktoren genannt werden. Diese Faktoren, mit den Ziffern I-XIII (1-13) bezeichnet, aktivieren sich gegenseitig (mit Hilfe von Enzymen) in einer Kette bis zur endgültigen Stabilisierung des Gerinnungsfaktors, genannt Fibrin.

In den ersten Tagen nach der Geburt ist die Leber noch nicht reif für diese Aktivität. Es ist klar, dass sie die erhöhte Belastung eines chirurgischen Eingriffes nicht aushalten und ein solcher infolge starker Blutung zum Tode des Kindes führen kann, das dieser Blutung nicht gewachsen ist.

Bis zum achten Lebenstag nimmt die  physiologische Kräftigung der Leber kontinuierlich zu, wobei sie ihre Aufgaben immer besser wahrnehmen kann. Im Alter von 8 Tagen ist bereits eine genügende Stufe von Gerinnungsbildung und Verblutungsschutz erreicht.”

Derjenige, der offene Augen hat, sieht hier klar die Hand G’ttes, der die Schöpfung hervorgebracht, sie beherrscht, und die Thora gegeben hat, und den Tag des Erreichens genügender Blutgerinnungsfaktoren mit dem Tage des Gebotes der Beschneidung zusammengelegt hat.




 

Biologie von heute: Was ist der Thora bzw. dem Talmud bekannt?

Was genau enthält der Bienenhonig?

biologieGrundsätzlich gilt bei den Thora-Vorschriften über verbotene Speisen: Das Produkt eines zum Verzehr verbotenen Tieres ist ebenfalls verboten, so zum Beispiel: Eier oder Milch eines verbotenen Tieres.

Aufgrund dieser Vorschrift ist es eigentlich verwunderlich, dass uns der Genuss von Bienenhonig erlaubt ist. Denn: obwohl der Honig aus Blütennektar entsteht, ist kaum anzunehmen, dass dieser ohne irgend eine Beimischung seitens der Biene wieder ausgeschieden wird, genau so wie er in sie gelangt ist.

Denn wäre dies so, so würde er ja wiederum als Blütennektar ausgeschieden. Die Entstehung des Honigs benötigt die Beimischung einer Substanz seitens der Biene, die den Blütennektar verarbeitet und ihn zu Honig verwandelt.

Genau, wie das Gras, das vom Kamel gefressen wurde, sich nach seiner Verarbeitung im Körper des Tieres zu Milch verwandelt und diese zum Genusse verboten ist, eben aus der Regel heraus, dass alles, was vom verbotenen Tier ausgeschieden wird, verboten ist, genau so sollte der Honig zum Genusse verboten sein, da es doch verboten ist, die Biene selbst zu essen.

Und sogar wenn die Entstehung des Honigs aus Blütennektar ohne Beimischung einer Substanz aus dem Körper der Biene möglich wäre. Es ist doch sicher anzunehmen, dass verschiedene Säfte in den Bienenmagen ausgeschüttet werden, wie dies in den Mägen jedes anderen Tieres geschieht.

Demnach hätten unsere Weisen, die Talmudgelehrten, den Honig zumindest aus dieser Sicht zum Verzehr verbieten sollen.

Neuere Entdeckungen haben zwei erstaunliche Tatsachen zutage gefördert:
1.  Die Biene hat zwei Mägen, ein Verdauungsmagen und einen “Honigmagen”.
2.  Im “Honigmagen” befinden sich keine Magensäfte.

Mit der Entdeckung dieser zweiten Tatsache ist unsere zweite Frage bezüglich der Magensäfte bereits beantwortet.

Und was ist mit der ersten Frage?

Nun, weitere Forschungen haben eine neue Tatsache ans Licht gebracht: Der “Honigmagen” der Biene scheidet ein Enzym aus, welches die Moleküle des Blütennektars spaltet und sie von Disaccariden (Zweifachzucker) zu Monosacchariden (Einfachzucker) umwandelt.

(Der Honig enthält isomerischen Zucker - der in seiner Hauptsache aus einem Gemisch von fast gleich vielen Bestandteilen Glukose [Traubenzucker] und Fruktose [Fruchtzucker] besteht.)

Nachdem das Enzym, welches von der Biene abgesondert wurde, seine Arbeit verrichtet, also den Blütennektar in Honig verwandelt hat, scheidet es sich aus dem Magen aus, ohne, dass irgend etwas von ihm dort übrigbleibt. Die Biene gibt den reinen Blütennektar ohne irgend eine Beimischung in die Honigwabe.

Es ist nun verständlich, warum wir Bienenhonig essen.

Hätte es eine Universität zu Zeiten des Talmuds gegeben und man hätte ihre Wissenschaftler gefragt, ob man nach den Gesetzen der Thora den Verzehr von Bienenhonig erlauben könne, wäre ihre Antwort ohne Zweifel ein eindeutiges “Nein!” gewesen.

Genau wie die Milch eines verbotenen Tieres.

Denn zweifelsohne mischt sich ein Minimum von Substanz der Biene in den Honig.

Die mündliche Lehre hat den folgenden kurzen und prägnanten Satz von Geschlecht zu Geschlecht bis Moses unseren Lehrer überliefert bekommen:

“Bienenhonig ist erlaubt zu essen, weil die Bienen ihn in ihren Körper bringen und ihn nicht von ihrem Körper ausstossen.” (Traktat Bechorot, 7b)

Das heisst: Der Bienenhonig ist nicht wie Milch eines verbotenen Tieres. Im Bienenhonig hat es keinerlei Beimischung einer Substanz vom Körper der Biene, er enthält genau den Stoff, der in sie hineingekommen ist.

Wer hätte vor Tausenden von Jahren um dieses Naturgeheimnis wissen können, das jeder Logik und verankerten Vorstellung der Gegebenheiten bezüglich der Milch widerspricht?




Thora und Geographie

Seit wann ist die Form der Erde bekannt?

geographieJeder Schüler weiss um die Meinung der alten Griechen, die Welt sei eine flache, auf den Schwänzen dreier riesiger Drachen ruhende Platte. Andere vertraten die Meinung, diese Platte werde von drei Säulen gewaltigen Ausmasses getragen.

Wie dem auch sei, alle waren sich darin einig, dass Erdbeben durch minime Bewegungen der Träger dieser Platte ausgelöst würden.

Die Theorie einer runden Erde wurde als völlig unplausibel und unlogisch abgetan.

Seit Kolumbus den amerikanischen Kontinent vor ca. fünfhundert Jahren (1492) dadurch entdeckte, dass er das östlich gelegene Indien in der Gewissheit einer runden Erde in westlicher Richtung erreichen wollte, und dabei bisher unbekanntes Festland entdeckte, begannen die Wissenschaftler in dieser Frage endlich umzudenken. Zu betonen ist dabei, dass diese neue Erkenntnis im vollkommenen Gegensatz zur damals noch allgemein herrschenden Ansicht der flachen Erdform stand.

Die Vorstellung einer kugelförmigen Erde griff immer mehr um sich und erhärtete sich im Verlaufe der jüngsten Generationen mit klarer, absoluter Wissenschaftlichkeit - mit den Aufnahmen aus dem All als letzte Kette der Beweise - sodass wir für die Vorstellung einer Platte auf Drachen- oder Elefantenfüssen nur noch ein mitleidiges Lächeln übrig haben.

Und doch dürfen wir nicht vergessen, dass die Erdbewohner der damaligen Zeit keinen anderen geografischen Anhaltspunkt hatten, als eine Fläche, die von Feldern und Bergen bedeckt ist, soweit das Auge reicht. Sie hatten also gar keinen Grund anzunehmen, die Erde sei rund.

Insbesondere nicht, bevor Newton das Gesetz der Schwerkraft entdeckte. Es gab keine Veranlassung, sich vorzustellen, die von Menschen und Tieren bevölkerte Welt mit all den auf ihr befindlichen Gegenständen sei kugelförmig, wobei die Geschöpfe, die auf der gegenüberliegenden Seite stünden, mit dem Kopf nach unten und den Füssen nach oben gerichtet seien, ohne dass sie von der Erde fallen.

Schlagen wir nach, was im Sohar, vor etwa zweitausend Jahren geschrieben, zu diesem Thema ausgeführt wird.

Was da steht, hätten die Menschen der damaligen Zeit bestimmt als Phantastereien abgetan (ebenso, wie es dies ein Teil der heute unter uns lebenden Menschen mit gewissen Aussagen unserer Weisen tun, z.B. was die zukünftige Welt betrifft oder die bevorstehende Erlösung unseres Volkes).

Der Sohar sagt folgendes: (Leviticus Seite 10, 1)

Der gesamte bewohnte Bereich, (will heissen, die ganze, von Geschöpfen bewohnte Welt) ist rund wie ein Ball, diese sind unten und diese sind oben. (mit “diese” ist ein Teil der Erdbewohner gemeint, ein Teil der Erdbewohner lebt auf der unteren Seite des Balles und ein Teil auf der oberen.)

Und all diese Geschöpfe sind in ihrem Aussehen verschieden infolge des Unterschiedes der Luft, je nach Ort, und sie stehen aufrecht wie die übrigen Menschen. (Die Geschöpfe unterscheiden sich in ihrer Farbe, Physiognomie usw. infolge des Unterschiedes der Luftzusammensetzung am jeweiligen Ort. Aber sie stehen an ihrem Ort, also auch “unten” aufrecht, wie die andern.)

Und deshalb hat es Platz auf dem bewohnten Bereich. (Deshalb ist genügend Platz für alle Erdbewohner, weil die Erde durch ihre runde Form nicht begrenzt ist wie dies bei einer Platte der Fall wäre.)

Wenn es hell ist für diese, ist es dunkel für diese - für diese ist es Tag und für diese ist es Nacht. Und es gibt einen Ort, an dem ständig Tag ist, es gibt dort keine Nacht, es sei denn, für eine kurze Zeit usw. Denn so steht: “Ich danke Dir, denn aussergewöhnlich wunderbar bin ich als Schöpfung, wunderbar sind Deine Taten, und meine Seele weiss dies sehr.” (Psalmen, Kap. 139, Vers 14)

Und dieses Geheimnis ist den Beherrschern der Weisheit übergeben worden (Den Wissenden der Thora-Weisheit) usw.

In diesem kurzen, frappanten Passus des Sohar sind viele wichtige Informationen enthalten:

  1. Die Erde hat Kugelform. Im Gegensatz zur Meinung der damaligen Wissenschaftler, die Erde sei flach.
  2. Und trotzdem befinden sich nicht nur auf ihrer oberen Hälfte Menschen, sondern auch auf ihrer unteren.
  3. Auch die Menschen, die sich auf der unteren Hälfte befinden, stehen aufrecht, (mit den Füssen auf der Erde) wie diejenigen, die sich auf der oberen Hälfte befinden - Fazit der Erdanziehungskraft.
  4. Trotz Ähnlichkeit und sogar Gleichheit der Form und der Art des Menschen auf beiden Seiten der Erde ist das Aussehen ihres Angesichtes, ihre Farbe usw. verschieden von Ort zu Ort. (Schwarze, Rothäutige, Gelbe usw.)
  5. Der Unterschied im Aussehen der Menschen unterschiedlicher Orte entspringt der unterschiedlichen athmosphärischen Bedingungen der Orte.
  6. Wenn auf einem Teil der Erde für die einen Nacht ist, ist es für die andern Tag und umgekehrt.
  7. Es gibt einen Ort auf der Erde, der während einer langen Zeitspanne hell und während einer kurzen Zeitspanne dunkel ist.
Die Thoragelehrten Israels wussten um dem Umstand, dass ihr Wissen den damaligen Wissenschaftlern nicht bekannt war. Sie hatten auch die Gewissheit, dass diese Ansicht in den Augen der damaligen Wissenschaftler komisch wäre.

Am Ende dieses Soharabschnittes wird das Wissen um diesen Umstand in Form eines Geheimnisses bekanntgegeben. Unsere Weisen machen dort auch klar, dass die Quelle dieser Informationen nicht etwa durch Erforschung der Natur, sondern durch mündliche Übermittlung den Thoragelehrten weitergegeben wurde. Die letzten Worte dieses Abschnittes lauten:

Und dieses Geheimnis ist den Beherrschern der Weisheit übergeben worden (Den Wissenden der Thora-Weisheit) usw.*

Will heissen: Die Quelle dieses Wissens ist nicht auf der Basis der Naturforschung aufgebaut, sondern sie ist reines Thorawissen.

Dieser Sohar ist ein klarer Beweis, dass die Thora g”ttgegeben ist.

* Siehe auch im Sohar (Genesis 16): “Es sagte Rabbi Jossi... wir haben schon von den Vorstehern des Gelehrtensitzes gelernt, dass die Welt rund ist wie ein Ball.” Klare Aussagen bezüglich der runden Form der Erde finden wir auch im Midrasch Rabba (Numeri, Wochenabschnitt Nasso 13) und auch im Talmud Jeruschalmi (Avoda Sara 13). Siehe auch in Tossafot Avoda Sara 41a.




Astronomie im Talmud

Die exakte Berechnung des Monats

astronomieIst es möglich, dass der Talmud, der vor Tausenden von Jahren geschrieben wurde, exakte astronomische Daten enthält, welche erst jetzt den Leitern der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und auch deutschen Wissenschafter mittels ausgereifter elektronischer Geräte zugänglich wurden?

Das Erstaunliche: Die Antwort auf diese Frage ist ein in jeder Hinsicht entschiedenes Ja!

Bekanntlich zeigt sich der Mond zu Beginn jedes Monats jeweils als dünne Sichel, die immer grösser wird, bis er in der Monatsmitte als Vollmond sichtbar ist. Von da an “verkleinert” er sich immer mehr, bis er verschwindet und wieder “geboren” wird.

Der Tag dieser “Wiedergeburt”, also des wiederum Sichtbarwerdens der von neuem zunehmenden Mondsichel von der Erde aus wird “Molad” (wörtlich: Geburt), Neumond genannt. Der Tag des Neumondes ist der Monatsbeginn im jüdischen Kalender.

Der Zeitabschnitt zwischen einem Neumond und dem nächsten nennt sich Zeitspanne der Monderneuerung.

Es ist noch festzuhalten, dass der Monatsberechnung eine zentrale halachische Bedeutung im jüdischen Jahr zukommt, da die jüdischen Feiertage nach dem Monat festgesetzt werden, z.B. Pessach am 15. Nissan, Sukkot am 15. Tischri, Jom Kippur am 10. Tischri usw. wobei wie gesagt, die Monatsfestsetzung vom Neumond abhängig ist.

Im Talmud (Traktat Rosch Haschana 25 a) wird berichtet:

Einst bedeckte sich der Himmel und ein Schimmer, ähnlich dem Mondesschimmer wurde am 29. des Monats sichtbar. Die Leute meinten, es sei Neumond und machten das Gericht in Jerusalem darauf aufmerksam, dass der Moment gekommen sei, an welchem der Neumondstag festzusetzen sei.

Es antwortete ihnen Rabban Gamliel:

“So habe ich es vom Hause meines Grossvaters überliefert bekommen, die Monderneuerung kann nicht nach weniger als neunundzwanzigeinhalb Tagen, zwei Drittel Stunden und dreiundsiebzig Stundenteilen stattfinden.”

Soweit die Aussage Rabban Gamliels, eine Überlieferung, die über sein Vaterhaus und über die Kette der Nessi’im - der führenden Grössen Israels - zurückgeht bis zur mündlich überlieferten Thora, wie sie Mosche auf dem Berg Sinai empfangen hat.

Die Zeitspanne der Monderneuerung beträgt also nach der Berechnung des Talmud's: 29,5 Tage + 2/3 Stunden + 73 Stundenteile

Die Stunde wird nach dem Talmud nicht in sechzig Minuten geteilt, sondern in eintausendundachtzig. Der Rambam (Maimonides) schreibt in den Vorschriften zum Neumondstag (Jad Hachasaka Kapitel 6, Abschnitt 2):
“Der Tag und die Nacht haben vierundzwanzig Stunden zu jeder Zeit. Zwölf Stunden am Tag und zwölf Stunden in der Nacht. Die Stunde ist in eintausendundachtzig Teile eingeteilt. Und warum haben sie die Stunde mit dieser Zahl eingeteilt? Weil in dieser Zahl ein halbes, ein Viertel, ein Achtel, ein Drittel, ein Sechstel, ein Neuntel, ein Fünftel und ein Zehntel enthalten ist.”
Das heisst, die Stunde ist in diese Zahl eingeteilt, weil dadurch eine vielfältige Einteilung möglich ist.

Die Berechnung, wie sie Rabban Gamliel dargelegt hat, sieht in Dezimaldarstellung also folgendermassen aus:
  1. 1 Std. = 1080 Stundenteile
  2. 2/3 Std. = 720 Stundenteile  [(1080 : 3) x 2 Stundenteile]
  3. 720 Stundenteile + 73 Stundenteile = 793 Stundenteile
  4. 793 Stundenteile = 0,03059 Tage [793 : 24]
  5. 29,5 Tage + 0,03059 Tage = 29,53059 Tage

Die talmudische Zeitspanne der Monderneuerung beträgt also 29,53059 Tage.

Betrachten wir nun, was die Wissenschaft in dieser Angelegenheit errechnet hat:

Betrachten wir nun, was die Wissenschaft in dieser Angelegenheit errechnet hat:

Die Angaben sind dem Buch “NASA-BROCA’S BRAIN von Care Sagan, einem leitenden Wissenschafter der Weltraumbehörde NASA entnommen.

Neil Armstrong setzte im Juli 1969 ein Prismenglas auf den Mond. In der Folge peilte die NASA dieses mit einem Laserteleskop an. Die Mondumlaufbahn, also die Zeitspanne vom ersten Auftreffen des Laserstrahles auf das Prismenglas bis zum zweiten Mal, konnte nun mittels Atomuhren gemessen werden.

Care Sagan kommt auf das Resultat von 29,530588 Tagen für die Zeitspanne der Monderneuerung. Dies entspricht praktisch 29,53059 Tagen, da es sich um eine Differenz von 0,000002 Tagen handelt, (der zweimillionstel Teil eines Tages) also 0,1728 Sekunden.

Eine andere Messung, ausgeführt von Wissenschafter in Berlin, ergibt ein Resultat von 29.530589 Tagen. Die Differenz zur talmudischen Überlieferung beträgt jetzt nur noch 0,000001 Tage. Also, ein einmillionstel Tag, entsprechend 0,0864 Sekunden.

Wir, die wir mit Bestimmtheit wissen, dass die Thora unserem Volke vom Schöpfer der Welt gegeben wurde, wissen auch, dass uns der himmlische Gesetzgeber zu etlichen Geboten viele Naturgeheimnisse mitgeteilt hat, um diese Gebote richtig erfüllen zu können.

Der Midrasch (ein Kommentar zum Pentateuch aus der Zeit des Talmuds) bringt dies klar in seiner Erklärung zu folgendem Schriftvers zum Ausdruck:
“Es sprach G’tt zu Mosche und zu Aharon im Lande Mizrajim folgendes: Dieser Monat sei euch der Anfang aller Monate usw.” (Exodus Kap. 12, Vers 1-2)
In diesem Moment, (der Gesetzgebung der Monate) übergab G’tt Mosche die Gesetzmässigkeiten der Mondberechnung und die zu überliefernden Feinheiten ihrer Naturgesetze. Und G’tt teilte ihm mit, wie er Schaltjahre einsetzen und Monate festsetzen solle.
Weil es steht: “Hüte den Monat des Frühlings und mache Pessach usw.”
(G’tt teilte Mosche all diese Naturgesetze mit, damit durch die richtige Berechnung und Einteilung der Monate Pessach immer auf den Frühling fällt.)

Dieses eben gezeigte Beispiel (die Monderneuerung zwecks Festsetzung der jüdischen Feiertage) ist nur eines von Hunderten. Aber es genügt, um den unvoreingenommenen, von Vorurteilen unbelasteten Denker zu der sich aufdrängenden Erkenntnis zu bringen, dass die Thora unmöglich irgendeiner menschlichen Quelle, egal welcher Art, entspringen kann.

Aus diesem Blickwinkel verstehen wir auch, warum Rabban Gamliel nicht zurückschreckte, gegen die Zeugen zu entscheiden, die das Mondlicht damals gesehen hatten oder zumindest gesehen zu haben meinten. Diese seine Haltung gründete einzig auf der Tatsache, dass nach der Überlieferung seiner Ahnen, die bis auf die Überlieferung am Sinai zurückreichte, es unmöglich war, dass der Mond zu diesem Zeitpunkt hätte gesehen werden können. So wie es nach den Forschungen der heutigen Wissenschaft klar ist, dass am damaligen neunundzwanzigsten des Monats nicht das Mondlicht, sondern irgendein Lichtreflex der Wolken gesehen worden war.

Rabban Gamliel jedoch war sich dieser Sache schon damals gewiss, denn er wusste: Die Quelle meines Wissens ist die Thora mit ihrer mündlichen Überlieferung, und G’tt irrt sich nicht!

So gesehen müssen wir nur warten, bis die Wissenschaft in ihrer “Aufholjagd” hinter den Erkenntnissen der Thora noch einen Schritt weiter gegangen und imstande sein wird, die Berechnung der Zeitspanne der Monderneuerung um noch einen Bruchteil einer Sekunde genauer zu berechnen und so zur absoluten Genauigkeit dieses Zeitmasses gekommen sein wird.

„Denn sie ist eure Weisheit und eure Einsicht vor den Augen der Nationen, welche all diese Gesetze hören werden und sie werden sagen:

Es ist doch eine weise und einsichtsvolle Nation, dieses grosse Volk!“ (Deuteronomium Kap. 4, Vers 6)

Welches ist die Weisheit und Einsicht, die eine solche in den Augen der Nationen ist? Es ist die Berechnung der Zeitwenden und Gestirnbahnen. Und jeder, der imstande ist, Zeitwenden und Gestirnbahnen zu berechnen und dies unterlässt, auf ihn sagt der Schriftvers:

“Und das Werk G’ttes schauen sie nicht, und Seiner Hände Werk haben sie nicht gesehen.” (Jalkut Schim’oni, Wochenabschnitt Waet’chanan 4)

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