Wir bauen unsere Homepage um, deshalb sind im Moment nicht alle Links abrufbar.

Der Monat Cheschwan / Mar-Cheschwan / Bul

rainbow 1547855 640x960

Wir stehen im Jahr 5779. Vor 4123 Jahren, im Jahre 1656, begann in diesem Monat der Mabul (die Sintflut).

Cheschwan ist der zweite Monat des neuen Jahres, wird aber in der Thora der achte genannt, weil man mit Nissan zu zählen anfängt. Dieser Monat wird im Tanach "Bul" genannt. Im ersten Buch der Könige (Melachim I, 6:38) heisst es: "Und im elften Jahre, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus (der Tempel) fertig..."

Weiter lesen...

Drei Bücher werden am Rosch Haschana geöffnet

Drei Bücher werden am Rosch Haschana geöffnet (Raw Israel Ciner zu Rosch Haschana 5764)

Diesen Schabbat beginnt Rosch Haschana ­ der Tag des Gerichtes. Wir wollen versuchen, das Wesen des Gerichtes von Rosch Haschana besser zu verstehen.

Raw Kruspdaj lehrte, dass drei Bücher an Rosch Haschana geöffnet werden: eines für die Schlechten, eines für die Gerechten und eines für die Mittelmässigen. Die Gerechten werden sofort in das Buch des Lebens eingeschrieben und besiegelt, während die Schlechten sofort zum Tod eingeschrieben und verurteilt werden. Die Mittelmässigen werden bis Jom Kipur (dem Versöhnungstag) ‚hängen‘ gelassen ­ falls sie es dann verdienen, werden sie zum Leben eingeschrieben, andernfalls zum Tod.

Tosfot wundert sich über diese Aussage und stellt die Frage, die die meisten von uns beschäftigt. Viele Leute, die wir als rechtschaffen einschätzen, erleben das Ende des Jahres nicht. Ihr Tod offenbart uns, dass diese Gerechten am letzten Rosch Haschana zum Tod verurteilt worden sind. Zur selben Zeit schaffen es Leute wie Saddam Hussein von Rosch Haschana zu Rosch Haschana, sie werden merkwürdigerweise Jahr für Jahr zum Leben eingeschrieben ...

Tosfot erklärt, dass sich in der erwähnten Aussage der Tod der Bösen und das Leben der Gerechten auf das Leben in der Zukünftigen Welt bezieht.

Auf den ersten Blick erscheint dies seltsam. Das Urteil über die Stellung eines Menschen in der Zukünftigen Welt wird nach dessen Tod gefällt, nicht an Rosch Haschana. Nur zu diesem Zeitpunkt kann das Leben vollständig überblickt und beurteilt werden. Und sogar wenn wir sagen, dass das Urteil an Rosch Haschana gefällt wird, warum muss dann ein Mensch an jedem Rosch Haschana beurteilt werden? Nur am letzten Rosch Haschana im Leben des Menschen sollte das Urteil gefällt werden. Danach, nach dem Tod, könnte ein weiterer Richtspruch bereinigen, was zwischen dem letzten Rosch Haschana und dem Moment, in dem die Seele zu ihrem Schöpfer abberufen worden ist, vorgefallen ist.

Der Siftej Chajim erläutert den Sachverhalt, gestützt auf den Ramcha’l und den Gr’a. Das Urteil an Rosch Haschana zeigt die geistige Stufe und Grösse einer Person. Ist dies eine Person, welche mit ihrer Handlungsweise auf die Zukünftige Welt zusteuert? Das ist die Welt des ewigen Lebens. Eine solche Person wird zum Leben eingeschrieben. Jemand, der diese Richtung nicht eingeschlagen hat, wird zum Tod eingeschrieben. Nachdem dies an Rosch Haschana entschieden ist, folgt der eigentliche Richtspruch, über das, was mit ihm in diesem Jahr geschehen wird.

Ein Mensch, welcher zum Tod eingeschrieben wurde, kann mit Ruhe und Reichtum gesegnet werden, damit er für alle guten Taten, die er auf dieser Welt vollbracht hat, korrekt entschädigt wurde. Ebenso kann ein Mensch, der zum Leben eingeschrieben wurde, von Schwierigkeiten heimgesucht werden, um ihn von Sünden zu reinigen, die er auf dieser Welt begangen hat. Damit wird sein Weg in das ewige Leben geebnet.

Es kann aber auch sein, dass ein Mensch, der zum Leben eingeschrieben wurde, nicht von Schwierigkeiten aufgerüttelt werden muss; sein Urteil für dieses Jahr kann Frieden und Wohlstand bedeuten. Andererseits kann jemand, der zum Tod eingeschrieben worden ist, durch eine Tragödie aufgeschreckt werden, um ihn aus seiner Lethargie zu wecken. Das kann ihn dazu bringen, seine Lebensziele und Prioritäten zu überdenken.

Gut Schabbes und Schana Tova. Mögen Sie alle in das Buch des Lebens eingeschrieben und mit einem Jahr voll Glück, geistigem Wachstum und Zufriedenheit gesegnet werden.


Quellen und Persönlichkeiten:
Ba’ale Tosfot („Tossafisten“): Talmuderklärer des 12. und 13. Jahrhunderts.
Rav Chaim Frielander (1923 1986): Autor des Buches „Siftej Chajim“; Maschgiach (geistiger Führer) der Jeschiwa von Poniwesch, Benej Brak, Israel.
Rav Mosche Chajim Luzzatto [der "Ramcha’l"] (1707 - 1747): Rabbiner und Gelehrter, sein Hauptwerk ist das Buch “Mesilat Jescharim” (“Weg der Rechtschaffenen”); Padua, Amsterdam, Israel.
Wilnaer Gaon (der „Gr’a“): Rav Eljahu ben Schlomo Salman von Wilna (1720 - 1797), Wilna; Torahgenie, Autor von zahlreichen Lehrbüchern und Kommentaren.


Rav Frand, Copyright © 2008 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor, Project Genesis und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum und auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, sowie www.torah.org.

Empfolene Artikel

Die 26 Geschlechter von Adam bis Mosche

Die 26 Geschlechter von Adam bis Mosche

 

Generation
Hebräischer Name Name Geboren im Jahre
Gestorben im Jahre
Alter Alter des Vaters bei Geburt
1 אדם Adam 1 930 930
2 שת
Scheth 130 1042 912 130
3 אנוש Enosch 235 1140 905 105
4 קנין Keenan 325 1235 910 90
5 מהללאל Mahalalel 395 1290 895 70
6 ירד
Jered 460 1422 962 65
7 חנוך Chanoch 622 987 365 162
8 מתושלח Metuschelach 687 1656 969 65
9 למך Lemech 874 1651 777 162
10 נח Noach 1056 2006 950 182
11 שם Schem 1558 2158 600 502
12 ארפכשד Arpachschad 1658 2096 438 100
13 שלח
Schelach 1693 2126 433 35
14 עבר Ewer 1723 2187 464 30
15 פלג Peleg 1757 1996 239 34
16 רעו Re'u 1787 2026 239 30
17 שרוג Serug 1819 2049 230 32
18 נחור Nachor 1849 1997 148 30
19 תרח
Terach 1878 2083 205 29
20 אברהם Awraham 1948 2123 175 70
21 יצחק Jizchak 2048 2228 180 100
22 יעקב Jaakow 2108 2255 147 60
23 לוי Levi 2194 2331 137 86
24 קהת Kehath

133
25 עמרם Amram

137
26 משה Mosche 2368 2488 120







Das Verbot der Netilat Neschama (1. Teil)

Es ist am Schabbat verboten, ein jegliches Lebewesen zu töten, selbst Ungeziefer und kleine Insekten. Dieses Verbot nennen wir oft auch Netilat Neschama.

Weiterlesen ...

Was ist eine Schabbes-Platte und wie benutzt man sie?

Backen, Kochen und Braten und jede andere Form von Essens-Zubereitung durch Einfluss von Wärme ist am Schabat nach Tora-Gesetz verboten, selbst wenn die Wärmequelle vor dem Schabat eingeschaltet war. Denn Backen (und ebenso Kochen, Braten) ist eine der 39 verbotenen Schabat-Arbeiten.

Weiterlesen ...

Ein nicht beabsichtigtes Schabbat-Verbot

Zwei der großen talmudischen Gelehrten, Rabbi Schimon und Rabbi Jehuda, streiten im gesamten Talmud über folgende halachische Frage:

Weiterlesen ...

Jüdisches Leben in Zürich

jewish-zuerich

Jüdisches Leben in Zürich

Koschere Hotels

hotelinberge

Koschere Hotels